Ein Roboter bewacht die tote Stadt Pompeji

13. Juni 2022, 09:30
  • innovation
  • robotik
image
Foto Kirsten Velghe / Unsplash

Der Roboter soll unter anderem Diebe daran hindern, nach Antiquitäten zu graben.

In der archäologischen Stätte Pompeji in Italien ist neuerdings zu Testzwecken ein Roboter-Wachhund im Einsatz. Das ferngesteuerte Wesen stakste letzte Woche erstmals durch die Steingassen der berühmten antiken Stadt.
Der Roboterhund soll die schwer zugänglichen Bereiche der grossen Ruinenstätte inspizieren, Daten sammeln und auf Sicherheitsprobleme aufmerksam machen.
Er soll "insbesondere in unterirdischen Bereichen, die aus Sicherheitsgründen (von Mitarbeitern) nicht betreten werden können", zum Einsatz kommen, wie der Direktor der Stätte, Gabriel Zuchtriegel, der Nachrichtenagentur 'AFP' sagte. Ausserdem soll der Roboterhund unerlaubte Grabungen ausfindig machen, die laut Zuchtriegel "in der Region leider immer noch stattfinden".
Gesteuert wird der Roboter in Pompeji von Valerio Brunelli, einem Entwickler bei Leica Geosystem. Er bezeichnete den Roboter als "Sprung in die Zukunft" für die archäologische Stätte und liess ihn vor dem Publikum wackeln und sich verbeugen.

image

Der in Pompeji eingesetzte Roboter ist eine Version des Modells "Spot", das von der US-Firma Boston Dynamics entwickellt wurde. Er wiegt 70 Kilogramm, ist ungefähr so gross wie ein Golden Retriever und wird mit einem Tablet gesteuert. Laut dem Hersteller kann Spot in verschiedenen Branchen eingesetzt werden, etwa auf Baustellen, im Bergbau oder in Fabriken.

Loading

Mehr zum Thema

image

Elektroflugzeug E-Sling hebt ab

Das von ETH-​Studierenden entwickelte vierplätzige E-Flugzeug ist zum ersten Mal abgehoben. Am Projekt wurde im Innovationspark in Dübendorf gearbeitet.

publiziert am 30.9.2022
image

Schweiz: Wettbewerbsfähigkeit top, E-Government flop

In der aktuellen IMD-Studie steigt die Schweiz in Sachen digitale Wettbewerbsfähigkeit in die Top 5 auf. Dahingegen schwächelt sie im Bereich E-Government.

publiziert am 29.9.2022
image

Blockchain-Startup generiert 5 Millionen mit Token-Verkauf

Chain4Travel will auf einem Blockchain-basierten Netzwerk den Handel von Reiseprodukten ermöglichen. Beim ersten Tokenverkauf hat das Startup 5 Millionen Franken generiert.

publiziert am 29.9.2022
image

Startup Hellosafe will sich in der Schweiz ausbreiten

Das französische Vergleichs­portal schliesst eine Finanzierungs­runde über gut 3 Millionen Franken ab. Das Kapital soll unter anderem in die Marktexpansion fliessen.

publiziert am 27.9.2022