EU führt neue Regeln für Akkus ein

12. Juli 2023 um 10:38
image
Foto: insung yoon / Unsplash

Smartphone-Userinnen und User sollen die Akkus in Zukunft selbst austauschen können.

Die EU hat neue Richtlinien für Batterien und Altbatterien verabschiedet. Die Vorgaben sollen spätestens ab 2027 eingeführt werden. Ziel sei es, den gesamten Lebenszyklus von Batterien zu regeln – von der Produktion bis zur Wiederverwendung und dem Recycling.
Die neuen Regeln gelten für alle Batterien, auch für die von Elektrofahrzeugen sowie wiederaufladbare Industriebatterien. Ab 2031 gibt es Mindestmengen für recyceltes Blei, Kobalt, Lithium und Nickel für die Elektrofahrzeug-Batterien.
Die Akkus von Laptops oder Smartphones müssen in der EU ausserdem auch von Verbrauchern selbst ausgetauscht werden können. Eine Ausnahme gibt es aber: Wenn die Hersteller die Batterien für Smartphones und Tablets fest einbauen wollen, müssen diese nach 500 Ladezykeln noch mindestens 83% und nach 1000 Mal aufladen mindestens 80% ihrer Kapazität aufweisen.

Verordnung soll Kreislaufwirtschaft schaffen

"Batterien sind der Schlüssel zum Dekarbonisierungsprozess und zur Umstellung der EU auf emissionsfreie Verkehrsträger. Gleichzeitig enthalten Altbatterien viele wertvolle Ressourcen und wir müssen in der Lage sein, diese kritischen Rohstoffe wiederzuverwenden, anstatt uns bei der Lieferung auf Drittländer zu verlassen", sagt Teresa Ribera, spanische Ministerin für Ökologie. Die neuen Regeln sollen die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie fördern und sicherstellen, dass neue Batterien nachhaltig sind und zum grünen Wandel beitragen.
Den Vorschlag stellte die EU-Kommission schon im Dezember 2020 vor, um den Lebenszyklus der Batterien umweltfreundlicher zu gestalten. "Gerade im Hinblick auf die massive Entwicklung der Elektromobilität ist diese Initiative von grosser Bedeutung. Bis 2030 soll sich die Nachfrage nach Batterien mehr als verzehnfachen", so die Mitteilung.

Loading

Mehr erfahren

Mehr zum Thema

image

ETH-Forschende tricksen Easyride der SBB aus

Den Standortdaten eines Smartphones sollte nicht vertraut werden, bilanzieren ETH-Forschende nach einem Experiment, das es ihnen ermöglichte, gratis Zug zu fahren.

publiziert am 15.5.2024
image

BSI kauft österreichisches Fintech

Mit der Übernahme von Riskine will der Schweizer Softwarehersteller im Ausland weiter Fuss fassen. In Österreich entsteht ein neuer Standort.

publiziert am 15.5.2024
image

Adnovum-Umsatz stagniert

Das Schweizer Software-Unternehmen hat trotzdem wieder zusätzliches Personal eingestellt und meldet eine hohe Nachfrage im Security-Bereich.

publiziert am 15.5.2024
image

AWS und Microsoft investieren Milliarden in Europa

Es fliessen viele Big-Tech-Milliarden nach Deutschland und Frankreich. Auch die Schweiz geht nicht leer aus.

publiziert am 15.5.2024