EU-Minister fordern Fonds für Cybersicherheit

9. März 2022, 10:06
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Foto: Antoine Schibler / Unsplash

Auch als Reaktion auf Cyberangriffe gegen die Ukraine soll ein Notfallfonds eingerichtet werden. Weiter wollen die Minister zusätzliche Mittel für Security.

Die Telekommunikationsminister der 27 EU-Länder haben eine Erklärung zur Stärkung der Kapazitäten der Cybersicherheit in der Europäischen Union ausgearbeitet. Darin fordern sie auch die Einrichtung eines Notfallfonds.
"Die jüngsten Cyberangriffe auf die Ukraine im Zusammenhang mit zunehmenden geopolitischen Spannungen haben gezeigt, wie wichtig die Cyberdimension in den heutigen Konflikten ist", heisst es in einem Entwurf der Erklärung, den 'Euractiv' eingesehen hat. "Während die EU anerkennt, wie wichtig es ist, die Cyber-Resilienz der Ukraine nachdrücklich zu unterstützen, unterstreicht der mögliche Spillover-Effekt solcher Cyberangriffe auf europäische Netzwerke auch die Notwendigkeit für die EU, einen ehrgeizigen und umfassenden Plan für ihre Cybersicherheit voranzutreiben."
Die Minister fordern mehr Vorschriften, um digitale Infrastrukturen, Technologien und Produkte zu sichern und Unternehmen für die Bereitstellung ihres Fachwissens zu gewinnen. Zusätzlich wird die EU-Kommission aufgefordert, einen neuen Notfallfonds für Cybersicherheit einzurichten, der den Ländern helfen soll, sich auf gross angelegte Cyberangriffe vorzubereiten und darauf zu reagieren.
Mit weiteren, zusätzlichen Finanzierungen durch EU-Mittel soll die Widerstandsfähigkeit gefährdeter Betreiber gestärkt werden und gleichzeitig die Entwicklung eines Ökosystems für Cybersicherheit gefördert werden.
Die Minister treffen sich heute, 9. März im französischen Nevers zu einer informellen Sitzung, die ganz im Zeichen des Ukraine-Konflikts steht. Dort soll die Aufforderung verabschiedet werden.

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