Fintech Relio sichert sich 3 Millionen Franken

10. Januar 2023, 10:12
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Die Relio-Gründer Milos Stokic, Lav Odorovic (CEO) und Zarko Vukadinovic (v. l. n. r.). Foto: Relio

Das Schweizer Startup will eine Neobank für KMU sein. Das neue Kapital plant Relio in den weiteren Aufbau der technischen Infrastruktur und den Erhalt der Finma-Lizenz zu stecken.

In einer Finanzierungsrunde hat sich das Schweizer Fintech Relio 3 Millionen Franken gesichert. Zu den Investoren gehörten TX Ventures, SIX Fintech Ventures, Dafund, QBIT Capital und mehrere Business Angels, teilt der Investment-Arm der TX Group mit.
Neobanken hätten die Digitalisierung in der Branche vorangetrieben. Wegen der Compliance aber würden viele bei Unternehmenskunden an ihre Grenzen stossen, heisst es in der Mitteilung. Komplexe Eigentumsverhältnisse, internationale Geldflüsse und komplizierte Businessmodelle würden Risiken hinsichtlich Betrug und Geldwäscherei bergen.
Relio versucht, sich in diesem Bereich zu positionieren. Mit einem Algorithmus sollen Compliance-Checks schnell und automatisiert durchgeführt werden können. Das Team sei in der Lage, "die Zukunft des KMU-Banking zu gestalten, indem es das automatisiert und verbessert, was für alle Banken von zentraler Bedeutung ist: die Einhaltung von Compliance", so Krzysztof Bialkowski, Managing Partner bei TX Ventures, in der Mitteilung.
Das frische Kapital will Relio in die Entwicklung der technischen Infrastruktur stecken. Ausserdem soll der Erhalt der Fintech-Lizenz der Finma vorangetrieben werden.
Relio wurde 2020 von Lav Odorovic, Milos Stokic und Zarko Vukadinovic gegründet. Odorovic hatte zuvor schon die Neobank Penta in Deutschland aufgebaut. Im April 2021 sammelte das Zürcher Startup 700'000 Franken ein.

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