Galenica kauft Software-Firma Aquantic

12. Juli 2022, 09:32
image
Galenica holt sich Software-Know-how im Bereich der Vergütung von Arzneimitteln. Foto: Galenica

Der Apothekenbetreiber baut sein digitales Portfolio aus: Nach der Beteiligung an der Gesundheitsapp Well kommt nun Software-Know-how von Aquantic im B2B-Bereich hinzu.

Galenica baut das digitale Angebot im Business-to-Business-Bereich aus. Der Apothekenbetreiber übernimmt dazu den Softwareanbieter Aquantic. Das zugekaufte Know-how ermögliche es, Pharmaunternehmen und Krankenversicherungen zu verknüpfen und die Kostenübernahme von spezifischen Arzneimitteln zu vereinfachen.
Über den Kaufpreis der Anteile wurde laut einer Mitteilung Stillschweigen vereinbart.
Aquantic mit Sitz im aargauischen Zeiningen ist auf Softwarelösungen im Bereich der Vergütung von Arzneimitteln spezialisiert, die sich nicht auf der Spezialitätenliste des Bundes befinden. Dies sei bei seltenen, sehr schweren oder chronischen Krankheiten sowie bei hohem therapeutischem Nutzen relevant, schreibt Galenica in einer Mitteilung.
Mit der Softwarelösung SmartMIP könnte diese Vergütung im Sinne schnell, standardisiert und gesetzeskonform abgewickelt werden. Die Lösung sei bereits bei 23 Krankenversicherern und 19 Pharmaunternehmen im Einsatz.
Aquantic werde künftig als eigenständige Business Unit innerhalb der Galenica Gruppe geführt und werde die Spezialapotheke Mediservice unterstützen, heisst es weiter.
Vor wenigen Wochen gab Galenica bekannt, sich an der digitalen Gesundheitsplattform Well zu beteiligen. Die App bietet Usern Zugang zu verschiedenen Health Services – von der Prävention bis hin zur Nachsorge. Sie bietet beispielsweise einen 24/7-Chat für den direkten Austausch mit einem Arzt oder einer Ärztin, einen digitalen Symptom-Check und die Möglichkeit, einen Termin mit einem Telemediziner zu vereinbaren oder Medikamente zu bestellen.

Loading

Mehr zum Thema

image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

Intel bringt Mobileye die Börse

Durch den Börsengang des Auto-Zulieferers soll eine Bewertung von 30 Milliarden Dollar erreicht werden. Dies ist deutlich weniger als früher erwartet wurde.

publiziert am 3.10.2022 1
image

Woonig übernimmt Zürcher Unternehmen Scantick

Mit der Akquisition will das in Bottighofen ansässige Unternehmen Woonig unter anderem sein Angebot im Bereich Immobilienverwaltung erweitern.

publiziert am 3.10.2022
image

Datenschützer äussern harsche Kritik an Cloud-Entscheiden von Behörden

Die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten (Privatim) fordert: Kein Freipass für Microsoft 365.

publiziert am 30.9.2022