KI-Chatbots luchsen Such­maschinen ordentlich Traffic ab

21. Februar 2024 um 13:55
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Foto: Jason Strull / Unsplash

Der Marktforscher Gartner geht davon aus, dass mit der Verbreitung von ChatGPT und Co. klassische Such­maschinen rund ein Viertel an Traffic verlieren werden. Dies hat Konsequenzen für das Marketing.

Googeln Sie noch, oder chatten Sie schon? Da ChatGPT, Gemini und Co. Zugang zum Internet haben, um Inhalte zu suchen, können sie in vielen Fällen eine Alternative zu den klassischen Suchmaschinen sein. Gartner geht davon aus, dass dies die Suchmaschinen-Anbieter ordentlich Traffic kosten wird: Der Marktforscher prognostiziert einen Rückgang des Suchmaschinenvolumens um 25%.

Unternehmen sollten Marketing-Strategien überdenken

"Organische sowie bezahlte Suche sind wichtige Kanäle für Vermarkter, die Ziele in Sachen Marken-Bekanntheit oder Lead-Generierung zu erfüllen haben", sagt Gartner-Analyst Alan Antin. "Generative KI-Lösungen werden aber Prozesse ersetzen, die zuvor in traditionellen Suchmaschinen ausgeführt wurden". Dies werde Unternehmen dazu zwingen, ihre Marketing-Strategie und -Kanäle zu überdenken.
Bei den organischen Suchergebnissen, also jenen, die nicht durch gezielte Werbeschaltungen beeinflusst wurden, werde zudem die Qualität des Inhaltes noch wichtiger werden. Denn, so schreibt Gartner, die Algorithmen der Suchmaschinen werden die Qualität der Inhalte noch stärker bewerten, um die schiere Menge an KI-generierten Inhalten auszugleichen. "Unternehmen müssen sich darauf konzentrieren, einzigartige Inhalte zu produzieren, die für Kunden und potenzielle Kunden nützlich sind", so Antin.
Unternehmen sollten sich also nicht zu stark von schnell und günstig produzierten KI-Inhalten für ihre Marketing-Botschaften verlocken lassen, so die Bilanz. Zudem geht der Marktforscher davon aus, dass KI-generierte Werbung künftig vermehrt mit Wasserzeichen oder ähnlichen Mitteln gekennzeichnet sein muss.

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