Gegenwind für Logitech

25. Oktober 2022, 09:09
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Die Inflation und eine geringere Nachfrage haben den Umsatz und Gewinn des amerikanisch-schweizerischen Peripherie-Herstellers deutlich geschmälert.

Logitech hat im 2. Quartal 2022 den Gegenwind von Inflation und nachlassender Nachfrage zu spüren bekommen. Deshalb hat der Hersteller von Computerzubehör den Rekordabsatz des Vorjahres nicht mehr erreicht.
In den Monaten Juli bis September schrumpfte der Umsatz des Computerperipherie-Herstellers mit Westschweizer Wurzeln um 12% auf 1,15 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen bekannt gab. Ein Teil des Umsatzrückgangs war auf den starken Dollar zurückzuführen. Aber auch ohne Währungseinflüsse wäre der Umsatz um 7% geschrumpft.
Von den vier grössten Produktkategorien, die 80% des Logitech-Umsatzes ausmachen, hat der Absatz von Tastaturen am meisten gelitten. Auch Gaming-Zubehör war weniger gefragt, ebenso wie Kopfhörer. Gestiegen ist dagegen die Nachfrage nach Zubehör für Videokonferenzen und Computermäusen.
Bei den kleineren Produktkategorien gab es noch markantere Einbrüche: So sackten die Verkäufe von Audio & Wearables, Tablet-Accessoires oder Webcams um ein Viertel bis über ein Drittel ab.

Deutlich tieferer Gewinn

Logitech gab Gegensteuer und trat auf die Kostenbremse. Man habe die Marketingausgaben um rund ein Fünftel gekürzt, so das Unternehmen. Zudem wurden die Preise erhöht und weniger Ware per Luftfracht transportiert.
Dennoch fiel der um die Kosten für Übernahmen und Restrukturierungen bereinigte operative Gewinn (EBIT, Non-GAAP) um 26% auf 157 Millionen Dollar. Der Betriebsgewinn (GAAP) sank um 29% auf 127,4 Millionen. Allerdings: Ohne die Gegenmassnahmen bei den Kosten wäre der Betriebsgewinn um mehr als die Hälfte geschrumpft.
Der Reingewinn fiel um 41% auf 82,1 Millionen Dollar.

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