Gemeinden wollen mit digitaler Kompetenz Bürgervertrauen schaffen

20. Mai 2022, 12:40
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Auch das SGV-Hausblatt thematisiert aktuell die smarte Gemeinde. Foto: SGV

Der Schweizerische Gemeindeverband wünscht sich mehr Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen. Nur so könnten die Gemeinden smart und digital werden.

Neben den Auswirkungen des Ukrainekriegs war an der diesjährigen Generalversammlung des Schweizerischen Gemeindeverbands (SGV) die Digitalisierung das zentrale Thema. Laut einer Mitteilung zur Veranstaltung in Yverdon-les-Bains wünschen sich die Gemeinden, um die Behördenservices zu digitalisieren, mehr Zusammenarbeit und Koordination mit Bund und Kantonen.
So betonte an der GV eine Vertreterin der Waadtländer Gemeinden, dass die Bevölkerung sich zwar digitalisierte Services wünschte. Doch könne man das allein nicht leisten. Die Digitalisierung werfe neben technischen auch juristische und ethische Fragestellungen auf. Diese könnten die Gemeinden nicht allein beantworten, hier brauche es "auch die Mitarbeit und eine Koordination mit Kantonen und dem Bund". Dass hier Nachholbedarf besteht, ist auch dem soeben erst vorgelegten Jahresbericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle zu entnehmen.
Weiter ist laut Mitteilung an der GV festgehalten worden, dass man trotz der Herausforderungen der Digitalisierung wie die Wirtschaft von den digitalen Chancen profitieren wolle. Konkret hiess es dazu, dass es den Behörden nicht nur um eine moderne IT-Infrastruktur, sondern auch um die Schulung und Sensibilisierung der Angestellten in den Gemeinden gehen müsse. Was das bedeutet, wurde am Beispiel des Kanton Waadt illustriert, der die Sensibilisierung insbesondere nach Cyberattacken auf mehrere Gemeinden merklich forciert habe.
Wichtig sei die Schulung des Personals aber auch aus einem anderen Grund. Denn erst "wenn die Bürgerinnen und Bürger die Behörden punkto Digitalisierung als kompetent betrachten würden, könnten sie Vertrauen in die digitalen Dienstleistungen des Staats entwickeln". Laut SGV sei dabei immer zu beachten, dass die Gemeindebehörden voneinander lernen können und nicht jede das Rad selbst neu erfinden müsse.

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