Graubünden führt E-Bau ein

17. April 2024 um 12:07
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Foto: Ricardo Gomez Angel / Unsplash

Seit Anfang April läuft die Anbindung der ersten Gemeinden. Bis im Herbst sollen alle Gemeinden, die möchten, das Bau­be­willigungs­verfahren digital abwickeln können.

Im Kanton Graubünden wird das elektronische Bau­bewilligungs­verfahren eingeführt. Bereits im Herbst 2023 hat der Kanton einen Pilotbetrieb in den Gemeinden Bergün/Filisur, Bonaduz, Breil/Brigels, Domleschg, Felsberg, Pontresina, Samedan und Tujetsch durchgeführt. Jetzt wird E-Bau gemäss einer Mitteilung etappen­weise bei denjenigen Gemeinden eingeführt, die das Baubewilligungs­verfahren digital abwickeln möchten.
Bis im September 2024 werden in drei Durchgängen jeweils 20 bis 30 Gemeinden an das neue System angeschlossen. Auf der neuen Web-Plattform kann der Erfassungsprozess für Baugesuche dann digital durchgeführt werden. So werden zum Beispiel die Grundlagendaten zum Grundstück automatisch mittels Informationen des Geoinformationssystems (GIS) eingefügt. Die Pläne können als PDF hochgeladen werden.
Die Unterlagen stehen allen Beteiligten digital zur Verfügung und werden über die Plattform zugänglich gemacht. Laut der Mitteilung ist das auch für die kommunalen und kantonalen Behörden eine deutliche Verbesserung im Baubewilligungsverfahren. "Die Beurteilung kann somit nicht nur schneller, sondern auch effizienter vorgenommen werden", schreibt der Kanton.

Ein Jahr Entwicklungszeit

Der Betrieb der Plattform wird bis 2029 durch den Kanton finanziert. Für Gemeinden, die auf technische Probleme stossen, steht rund um die Uhr eine Support-Hotline zur Verfügung. Das Projekt ist Bestandteil der "Strategie digitale Verwaltung Kanton Graubünden 2024-2028", deren Ziel es ist, effizientere und benutzerfreundlichere Lösungen zu schaffen.
Laut dem Kanton hat die Planung und Entwicklung von E-Bau rund drei Jahre in Anspruch genommen. Die reine Entwicklungszeit der Plattform lag bei einem Jahr. Derzeit werden noch zusätzliche Funktionen entwickelt, die die Prozessunterstützung verbessern sollen. Für die Einreichung von Bau­gesuchen können Nutzerinnen und Nutzer die Plattform kostenlos verwenden.

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