Hilti forciert Software-Geschäft

20. Januar 2023, 12:48
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Das Hilti Headquarter in Schaan, Liechtenstein. Foto: Hilti

Anteilsmässig ist der Softwareumsatz des Werkzeugherstellers noch vernachlässigbar. Aber Hilti sieht viel Digitali­sierungs­potenzial in der Baubranche und will heftig investieren.

Der Werkzeughersteller Hilti will rund um das Kerngeschäft vermehrt auf Software und Robotik setzen. "Der Bau muss produktiver, sicherer und nachhaltiger werden", zitiert 'Liechtenstein.li' den neuen CEO Jahangir Doongaji nach einem Pressegespräch.
Insbesondere in den Abläufen und den Prozessen der Bauunternehmen sieht Doongaji Potenzial. Anders als in vielen anderen Bereichen sei die Produktivität in der Baubranche in den vergangenen 20 Jahren nur minimal gestiegen. Viele Bauunternehmen hätten in Sachen Digitalisierung noch grossen Nachholbedarf, wird der Hilti-CEO vom 'Handelsblatt' zitiert.
Die Lancierung einer Software, mit der Baufirmen ihre Produktivität steigern können, sei für ihn der "nächste logische Schritt in der Portfolioerweiterung", erklärte Doongaji gemäss 'Tagblatt'. Demnach will Hilti in den kommenden Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in diesen Bereich investieren. Adressiert werden sollen Baubetriebe mit 50 bis 200 Mitarbeitenden. In diesem Markt habe Hilti eine starke Marke.
Vor einem guten Jahr hat Hilti das US-Softwareunternehmen Fieldwire für 300 Millionen Dollar übernommen. Dieses bietet eine Software-Plattform für Baustellenmanagement. Weitere Zukäufe könnten folgen, so der Firmenchef. Die Einnahmen mit Software sind anteilsmässig noch gering. Er wäre zufrieden, sagte der Konzernchef, wenn Hilti bis 2030 einen niedrigen dreistelligen Millionenerlös mit Software erzielt. Der Gesamtumsatz belief sich zuletzt auf 6 Milliarden Franken.

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