Hochschule Luzern tritt Blockchain Research Institute bei

25. Januar 2023 um 12:31
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Foto: Hochschule Luzern

Dem Netzwerk gehören zahlreiche internationale Unternehmen, Forschungsinstitute und staatliche Institutionen an. Gefördert werden soll insbesondere das Gemeinwohl.

Die Hochschule Luzern (HSLU) ist neu Mitglied im Forschungsnetzwerk "Blockchain Research Institute" (BRI). Dem 2017 in Kanada gegründeten Institut gehören zahlreiche international tätige IT-Unternehmen, Banken, Universitäten sowie verschiedene staatliche Institutionen an. Das Institut setzt sich nach eigenen Angaben für die Erforschung der Blockchain-Technologie ein und will Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vernetzen. Zudem unterhält das BRI auch ein Repositorium von Blockchain-Forschungsprojekten.
Das Departement Informatik der HSLU wird Mitglied des europäischen Ablegers des Netzwerks, BRI Europe. Projektleiter und Blockchain-Forscher Tim Weingärtner sagte in einer Mitteilung: "Durch die Mitgliedschaft können wir den Austausch mit anderen Institutionen und Unternehmen auf den schnell wachsenden Themengebieten dezentrale Netzwerke und Blockchain-Anwendungen intensivieren."

Blockchain für den guten Zweck

Ein besonderes Augenmerk soll auf die Förderung der sogenannten "Block­chain for Good" gelegt werden. Damit sind Anwendungen gemeint, die sich auf das Gemeinwohl fokussieren. Als Beispiel nennt Weingärtner ein Projekt, bei dem Informatik-Studierende eine Blockchain-Anwendung entwickelt haben, in der Flüchtlinge ihr Hab und Gut sicher dokumentieren können, unabhängig von den Behörden in ihrem Heimatland.
Unter seiner Leitung sei zudem mit dem Sozialamt Zug ein Konzept für Blockchain-basierte Falldossiers im Sozialwesen entwickelt worden. Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger verwalten dabei ihre gespeicherten Informationen selbst und geben diese nur im Bedarfsfall für die zuständigen Behörden frei. So könne der Datenschutz im Sozialwesen verbessert und Abläufe vereinfacht werden, schreibt die Hochschule.
Mögliche gemeinsame Projekte zwischen der HSLU und dem Institut sollen in den nächsten Wochen definiert werden. In einem ersten Schritt dürfte man gemeinsam eine Forschungskonferenz veranstalten, heisst es in der Mitteilung.

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