Hurra, Künstliche Intelligenz macht uns alle reich und schön

6. Juli 2023 um 13:55
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Illustration: Midjourney

Managerinnen und Manager glauben (oder hoffen?), dass die Integration von KI in die IT-Infrastruktur zu steigenden Umsätzen und sinkenden Kosten führt. Das will eine Studie herausgefunden haben.

Künstliche Intelligenz ist das Allheilmittel, das alle Probleme löst, die ein Unternehmen so hat. Zu diesem Schluss kommt man bei der Durchsicht der Studie "Generative AI in Organizations" des Beratungshauses Capgemini.

Zufriedenere Kunden …

Gut drei Viertel der befragten Führungskräfte aus 1000 Unternehmen glauben, dass die Entwicklung von Produkten und Services effizienter, benutzerfreundlicher und inklusiver wird. Ebenso sollen dank KI das "Kundenerlebnis interaktiver" (71%) und der "Kundenservice durch personalisierten Support" besser werden (67%).
Doch der Vorteile noch nicht genug: Bei erfolgreicher Integration von generativer KI in die IT-Infrastrukturen rechnen die Befragten in den kommenden 3 Jahren damit, dass die Umsätze um 8% steigen und die Kosten um 7% sinken. Genial!

… weniger Routinearbeit

Das grösste Potenzial von KI sieht die Mehrheit in der Unternehmens-IT (67%). Ebenso könne die Künstliche Intelligenz einen Mehrwert für den Vertrieb (54%) sowie Marketing und Kommunikation (48%) bieten. Wie KI tatsächlich helfen kann, ist hingegen eine Binsenweisheit: Sie könne Arbeitnehmende von fehleranfälligen Routinearbeiten befreien (70%) und erste Konzepte für Entwürfe liefern (69%).
Nicht zuletzt glauben 69% der Befragten, dass durch KI neue Jobprofile entstehen würden, genannt werden von den Studienautoren unter anderem KI-Auditoren und KI-Ethiker. Gerade auf Letzteres geht Guido Kamann, CEO von Capgemini Schweiz, ein: "Um die Technologie verantwortungsvoll einzusetzen und die Benachteiligung von Minderheiten auszuschliessen, ist bei der Entwicklung stets der Mensch in den Mittelpunkt zu stellen." So könnten Unternehmen die Akzeptanz von KI fördern und sie nachhaltig einsetzen.
Besonders viele tun dies aber noch nicht. Lediglich 8% der Befragten trainieren eigene Modelle.

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