IKT-Branche investiert fleissig in Forschung und Entwicklung

20. Dezember 2022, 14:52
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Foto: John Schnobrich / Unsplash

Die Branche hat in den letzten 2 Jahren immer mehr in Forschung und Entwicklung investiert und in diesem Bereich auch fleissig Personal aufgestockt.

Über alle Branchen hinweg investierten Schweizer Unternehmen im Jahr 2021 exakt 16,8 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung und beschäftigten für die Aktivitäten in diesem Bereich 62'000 Personen, so ein Bericht des Bundesamts für Statistik (BFS). Der Bereich Information- und Kommunikationstechnologie machte dabei rund 14% der Gesamtausgaben aus.
Im Vergleich zu 2019 nahmen die Aufwendungen in allen Branchen um durchschnittlich 4% pro Jahr zu. Den höchsten Betrag investierte die Pharmaindustrie mit 6,2 Milliarden Franken.

IKT hält mit Pharmaindustrie mit

Die Pharmaindustrie bleibt ein wichtiger Motor der Forschung in der Schweiz. Mit 6,2 Milliarden Franken sind diesem Wirtschaftszweig 37% der Gesamtaufwendungen der Unternehmen zuzuschreiben. Dabei habe die Industrie in den letzten 2 Jahren nicht nur die Spitzenposition behalten, sondern auch noch zugelegt: Ihre Aufwendungen wuchsen mit durchschnittlich 10% pro Jahr, wie es im Bericht des BFS heisst.
Nur der Bereich IKT (IKT-Dienstleistungen und IKT-Herstellung) konnte mit diesem Wachstum mithalten. Die Dienstleistungen verzeichneten einen Anstieg von 25% und die Herstellung einen Anstieg von 9%. Während die Pharma- und IKT-Industrien von der Covid-19-Pandemie kaum betroffen waren, wurden die anderen Branchen stärker in Mitleidenschaft gezogen. Laut dem BFS verringerte die Pandemie deshalb auch die F+E-Investitionen in den letzten 2 Jahren.
Anteilsmässig ist das Gewicht der IKT-Wirtschaftszweige allerdings geringer, sie machten zusammen lediglich 14% der Gesamtaufwendungen aus. In den letzten 10 Jahren sind die beiden Bereiche jedoch durchschnittlich mehr als andere Zweige gewachsen (Herstellung +5%, Dienstleistungen +7%).

IKT legt bei F+E-Personal zu

Wenn es um das Personal für Forschung und Entwicklung geht, hat der IKT-Bereich deutlich zugelegt: Das BFS geht von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von +19% (Dienstleistungen) und +11% (Herstellung) aus. Das F+E-Personal in diesem Wirtschaftszweig sei vorwiegend technisch und Forschungspersonal würde lediglich ein Viertel des Totals ausmachen.
Der Frauenanteil habe sich im F+E-Personalbereich für Informations- und Kommunikationstechnologie jedoch mit einem Anstieg von +38% nahezu verdoppelt, wobei der relative Anteil mit 15% des gesamten Fachpersonals in dieser Branche gering blieb. In den anderen Wirtschaftszweigen entwickelte sich die Frauenquote laut dem BFS weniger dynamisch.

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