In der IT wird die Arbeitszeit ein klein wenig flexibler

25. April 2023 um 14:58
  • regulierung
  • people & jobs
  • arbeitsmarkt
  • swico
image
Unter gewissen Umständen darf die obligatorische Ruhezeit unterbrochen werden. Foto: Unsplash+

Die jahrelange Diskussion um die Flexibilisierung der Arbeitszeiten führt zu zwei kleinen Änderungen. Dem Verband Swico gehen die Anpassungen nicht weit genug.

Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie flexibel die Arbeitszeiten gestaltet werden dürfen. Auf der einen Seite stehen die Gewerkschaften und der Schutz der Mitarbeitenden, auf der anderen Seite das Ziel, dass gewisse Mitarbeitende ihre Arbeitszeiten nach freiem Ermessen einteilen können.
Auf eine 2016 eingereichte Parlamentarische Initiative folgte 2020 der Entscheid, eine Anpassung auf dem Verordnungsweg zu prüfen. "Nach drei Jahren der Prüfung des Verordnungsweges und diversen Verhandlungen mit den Gewerkschaften konnte für die ICT-Branche nun ein kleiner Durchbruch erzielt werden, um der Arbeitsrealität der Mitarbeitenden gerecht zu werden", schreibt der Branchenverband Swico.
Konkret sind zwei Änderungen in der Arbeitsgesetzverordnung für Betriebe der ICT-Branche verankert worden. Einerseits kann die Länge eines Arbeitseinsatzes ausnahmsweise auf maximal 17 Stunden erhöht werden, andererseits kann die obligatorische Ruhezeit zwischen Einsätzen ausnahmsweise unterbrochen werden, falls eine internationale Zusammenarbeit oder dringliche und nicht voraussehbare Arbeiten dies erfordern.
Mit den Ausnahmen werde unvorhersehbaren Projektverschiebungen oder internationalen Projekten Rechnung getragen, schreibt Swico. Ganz zufrieden ist der Verband mit diesen Anpassungen aber nicht. "Es bleibt unser politisches Ziel, den Mitarbeitenden mehr Selbstbestimmung bei der Einteilung ihrer Arbeitszeit zu gewähren. Das Arbeitsgesetz muss an die Realität der Arbeitswelt angepasst werden und die unterschiedlichen Lebensentwürfe der Einzelnen erlauben", so Swico-Geschäftsführerin Judith Bellaiche.

Loading

Mehr zum Thema

image

Anzahl IT-Beschäftigte in der Schweiz ist rückläufig

Seit rund einem Jahr geht die Anzahl der Angestellten im IT-Bereich zurück. Das Bundesamt für Statistik erwartet zwar einen Aufschwung, aber gleichzeitig wollen mehr Unternehmen Stellen abbauen.

publiziert am 23.2.2024
image

Calida muss schon wieder neue IT-Leitung suchen

Das Unternehmen schreibt happige Verluste. Auch in der Führungsetage kommt es zu Abgängen, darunter IT-Chefin Hanna Huber.

publiziert am 23.2.2024
image

Abacus baut Stellen in Biel ab

Die Softwareschmiede hat rund 90 Mitarbeitende in der Westschweiz. Dort gibt es jetzt aber einen Stellenabbau, von dem jeder Vierte betroffen ist.

publiziert am 21.2.2024 1
image

Isolutions ernennt einen CISO

Christoph Ratavaara soll Schwachstellen im Unternehmen frühzeitig erkennen.

publiziert am 21.2.2024