Indien plant die "E-Rupie"

2. Februar 2022, 13:35
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Bald soll eine von Staat ausgegebene digitale Rupie zu einem offiziellen Zahlungsmittel für die 1,4 Milliarden Einwohner des Subkontinents werden. Gleichzeitig soll eine Steuer für andere digitale Vermögenswerte eingeführt werden.

Darüber, ob es Sinn ergibt, vom Staat ausgegebene digitale Währungen einzuführen, wird in vielen Ländern diskutiert. Auch in der Schweiz. Nun hat mit Indien ein Riesenland konkrete Pläne zur Einführung einer digitalen Währung ausgeben. Finanzministerin Nirmala Sitharaman hat in einer Vorstellung des indischen Staatsbudgets für das kommende Fiskaljahr 2022-2023 die Einführung einer "digitalen Rupie" vorgeschlagen. Und zwar schon bald: Die Reserve Bank of India, die indische Zentralbank, soll diese Währung, die auf "Blockchain und anderen Technologien" beruhen werde, schon im kommenden Fiskaljahr einführen. Das indische Fiskaljahr 2022-2023 dauert vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023. Die digitale Währung soll Transaktionen vereinfachen und billiger machen.
Die Finanzministerin widmete dem Thema digitale Rupie nur einen kurzen Abschnitt ihrer Rede, weitere Details dazu erklärte sie nicht.
Ähnlich arm an Details war auch ihr Vorschlag für eine Steuer auf Gewinne aus Transaktionen mit "virtuellen digitalen Vermögenswerten". Die Steuer soll laut Sitharaman 30% betragen, auch für Geschenke gelten und es soll keinerlei Abzugsmöglichkeiten geben.
Genauer definiert wurden "virtuelle digitale Vermögenswerte" von der Finanzministerin nicht. Laut einem Bericht der 'Economic Times' geht es dabei aber insbesondere um Gewinne, die aus Transaktionen mit Kryptowährungen entstehen. Laut einem Vertreter des Finanzministeriums ist diese Steuer für Indien nicht komplett neu, für solche Gewinne seien in Indien eigentlich schon bisher Gewinnsteuern angefallen. Die neue Steuer solle aber die Besteuerung vereinfachen und eine klare Situation schaffen.

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