Innosuisse: Aus einem Franken werden fünf

6. Mai 2022 um 07:27
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Fast die Hälfte der von Innosuisse geförderten Innovationen bezeichnet die Agentur als "disruptiv" oder "radikal".

Die schweizerische Agentur für Innovationsförderung hat erstmals die Wirkung ihrer Fördermittel systematisch untersucht. Sie stellt sich gute Noten aus.

Von Innosuisse investiertes Geld ist offenbar gut ausgegeben. Jeder Franken, der in Innovationsprojekte fliesst, soll über einen Zeitraum von 3 Jahren zu einer zusätzlichen Wertschöpfung von 5,1 Franken bei den Unternehmen führen. Dies teilt die Förderagentur des Bundes mit, die erstmals die Effekte ihrer Aktivitäten systematisch untersucht hat.
Seit Anfang 2021 würde die Wirkung der Fördermittel erfasst, heisst es im Wirkungsmonitoring von Innosuisse-Finanzchef Gérald Walti. Die Agentur hat Teilnehmer von Projekten befragt, die 2018 oder 2021 abgeschlossen wurden. Nun lasse sich der Nutzen der Projekte mit konkreten Zahlen belegen und die Entwicklung nachvollziehen, so Walti.
1080 Arbeitsplätze sind demnach bei Firmen entstanden, die in den 364 Projekten mit Abschluss im Jahr 2018 aktiv waren. Drei Viertel aller Projekte wären laut Umfrage ohne Unterstützung nicht durchgeführt worden, sind es doch meist wagemutige Ansinnen: 45% der geförderten Projekte sollen "radikale" oder "disruptive" Innovationen verfolgen, heisst es von Innosuisse. Fast ein Drittel der Befragten bezeichnet ihre Ergebnisse als Weltmarktneuheit.
Knapp die Hälfte der Innovationen, die von Innosuisse gefördert wurden, werden innert 3 Jahren nach Projektabschluss auf dem Markt oder bei einer beteiligten Organisation eingeführt. Nochmals 29% der Projekte werden weitergeführt, nur jedes 5. wird eingestellt.
In fast der Hälfte, nämlich 45% der geförderten Projekte, arbeiten die Firmen und Wissenschaftspartner auch 3 Jahre nach Projektabschluss noch zusammen. So würde man den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Forschung auch über die Projektdauer hinaus fördern, schreibt Innosuisse dazu. Die Wissenschaftler finden auch öfter Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft: Laut Analyse stellen 15% der Unternehmen Personal der beteiligten Hochschulen ein.
Das Wirkungsmonitoring von Innosuisse basiert auf Online-Befragungen unter den Umsetzungspartnern, die ihre Projekte 2018 oder 2021 abgeschlossen haben. Die Rücklaufquoten liegen bei den 2018 abgeschlossenen 364 Projekten bei 56%, bei den jüngeren 320 Projekten bei 70%.

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