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IT-Fachkräftemangel: Wie Wachstum dennoch gelingt

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Bild: iStock.com/ugurhan

Der Fachkräftemangel ist akuter denn je, besonders in der IT und Cyber Security. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach entsprechenden Services kontinuierlich. Wie gelingt der Spagat zwischen Wachstum und dem «War of Talents»? Rita Kaspar, Head of HR bei InfoGuard AG, gibt Auskunft.

Gemäss einer Studie vom Institut für Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) im Auftrag von ICT-Berufsbildung Schweiz werden bis 2030 fast 120’000 zusätzliche ICT-Fachkräfte fehlen – und das, obwohl die Anzahl an entsprechenden Fachkräften seit 2010 um ein Dreifaches gestiegen ist. Gleichzeitig nehmen IT und Cyber Security einen immer grösseren Stellenwert in Unternehmen ein, denn Cyber-Attacken gehören mittlerweile zu den bedrohlichsten Business-Risiken. Spezialisierte Anbieter wie die InfoGuard AG aus Baar/Zug verzeichnen seit Jahren eine starke Nachfragezunahme, sowohl im präventiven Bereich wie in der Beratung und im Auditing als auch in der Architektur sicherer Netzwerke und insbesondere der Abwehr von Cyber-Attacken (Cyber Defence) – und immer öfters auch bei der Unterstützung nach erfolgreichen Angriffen, bei denen Spezialist*innen beispielsweise die Kommunikation mit Cyber-Kriminellen übernehmen und für die rasche Wiederherstellung des Betriebs sorgen. Trotz Fachkräftemangel gelang es dem Unternehmen, in den letzten Jahren konstant zu wachsen und mittlerweile sogar in den gesamten DACH-Raum zu expandieren. Wie gelingt es der InfoGuard, diesen Spagat zwischen Fachkräftemangel und Wachstum zu meistern? Rita Kaspar, Head of HR, gibt Auskunft.
Frau Kaspar, welches sind für Sie die derzeit grössten internen Herausforderungen in Bezug auf den Fachkräftemangel?
Der Fachkräftemangel hat viele herausfordernde Aspekte. Bei uns sind Fachkräfte grundsätzlich in allen Bereichen der IT und Cyber Security gefragt, seien es Consultants, Developers oder Security-Spezialist*innen wie Penetration Testers, Engineers und Analysts. Besonders gesucht sind jedoch sehr spezialisierte Mitarbeitende mit langjähriger Erfahrung. Bei solchen Stellen suchen wir nicht selten mehrere Wochen oder gar Monate. Umso wichtiger ist es, das Know-how der eigenen Mitarbeitenden zu fördern – on-, off- oder near-the-job – und sich die Expertise so anzueignen.
Herausfordernd ist ebenfalls, dass die Nachfrage nach unseren Services schneller zunimmt als wir neue Fachkräfte rekrutieren können. Auf personeller Ebene ist es daher wichtig, unsere Mitarbeitenden nicht zu überlasten, weshalb eine ausgewogene Work-Life-Balance unerlässlich ist.
Massnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels gibt es zahlreiche. Welche sind für Sie die wichtigsten?
Eine Schlüsselkomponente ist sicherlich die Nachwuchsförderung – bei uns intern, aber auch generell in der Branche. Mittlerweile investieren viele Unternehmen in die Lehrausbildung von Informatiker*innen, wobei natürlich Grossunternehmen mehr Möglichkeiten haben. Als KMU haben wir dennoch 16 Informatik-Lernende, was 9 % unserer gesamten Belegschaft ausmacht und somit – im positiven Sinne – eine eher ungewöhnlich hohe Quote ist. Diese Investition macht sich für uns bezahlt, denn auch nach der Lehre sind die meisten weiterhin bei uns tätig. Damit einher geht ebenso die Förderung von Weiterbildungen, die wir in Form von Kursen, Zertifizierungen oder einem (Fach-)Hochschulstudium ermöglichen. Alle Mitarbeitenden werden hierbei finanziell grosszügig unterstützt und sind flexibel in der Ausgestaltung ihrer Arbeit, was unsere und die Attraktivität der IT-Berufe allgemein steigert. Zur internen Bekämpfung des Fachkräftemangels gehört auch die Mitarbeitenden-Bindung, um Wissensträger langfristig halten zu können. Loyale, zufriedene Mitarbeitende sind ohnehin die wirksamste Massnahme im Recruiting, Stichwort «Mitarbeitenden-Empfehlung».
Auch abseits der Privatwirtschaft gibt es seit einigen Jahren verschiedenste Bemühungen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, beispielsweise mit nationalen und regionalen Förderprogrammen oder neuen Studiengängen an Hochschulen. Glücklicherweise können wir laufend junge Talente für uns gewinnen, aber auch hier ist der «War of Talent» gross. Wichtig ist deshalb gezieltes Employer Branding und die Präsenz an den Hochschulen. Ein gutes Image auf dem Arbeitsmarkt ist ein zentraler Erfolgsfaktor.
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Rita Kaspar, Head of HR
Besonders gefragte Fachkräfte können konsequenterweise mehr Forderungen stellen. Was müssen attraktive Arbeitgeber bieten, um diesen Forderungen gerecht zu werden?
Obschon das Salär weiterhin relevant bleibt, fällt auf, dass andere Aspekte mittlerweile genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger sind. Die Arbeitswelt und die Ansprüche an die eigene Tätigkeit haben sich in den letzten Jahren stark verändert, beispielsweise was hybrides Arbeiten betrifft oder veränderte Wertvorstellungen der jüngeren Generationen. Arbeitgeber müssen spannende, zukunftsorientierte und sinnstiftende Tätigkeiten bieten – also einen echten Purpose haben, der sich durch das gesamte Tun und die Kultur des Unternehmens zieht. Unser Purpose bei der InfoGuard ist beispielsweise, alles zu tun, damit unser Kunde sicher ist. Daran orientieren und vor allem motivieren wir uns tagtäglich. Eine entsprechend stringente, visible Kommunikation und das Vorleben dieses Purposes aller Führungspersonen sind dabei zentrale Aspekte.
Zudem ist Flexibilität ein relevantes Thema, zum Beispiel in Bezug auf die Arbeitszeiten, reduzierte Arbeitspensen, den Arbeitsort oder in der selbstständigen, eigenverantwortlichen Ausführung der Aufgaben. Das erhöht auch die Work-Life-Balance enorm. Nicht zuletzt wird grossen Stellenwert auf eine harmonische, teamorientierte Unternehmenskultur mit flachen Hierarchien gelegt. Das war bei der InfoGuard von Beginn an selbstverständlich und wird von den Mitarbeitenden auch geschätzt.
Welche Projekte beschäftigen Ihr HR-Team in den nächsten Monaten besonders?
Nebst der zeitintensiven Rekrutierung neuer Mitarbeitenden beschäftigt uns die Digitalisierung sehr. Aktuell bauen wir unsere Online-Recruiting-Kanäle und Strategien aus, wobei wir unser Know-how laufend erweitern. Im Rahmen der Expansionspläne der InfoGuard haben wir zudem kürzlich eine Niederlassung in Wien eröffnet, eine weitere in München ist im Aufbau. Unser Recruiting beschränkt sich somit nicht mehr nur auf die Schweiz, wobei der «War of Talent» zum Beispiel in Deutschland noch kompetitiver ist und der Arbeitsmarkt anders funktioniert. Damit einher gehen komplexe Fragestellungen zu länderübergreifenden Anstellungsverhältnissen.
Dank unseres Wachstums verändert sich unsere Organisation natürlich laufend, sodass Expertise in der Organisationsentwicklung und in neuen Geschäftsbereichen benötigt wird. Weiter arbeiten wir an der Einführung eines Entwicklungsmodells, welches unsere Jobs und Rollen schärft sowie die Karrieremöglichkeiten innerhalb unseres Unternehmens transparent macht. Auch im HR müssen wir somit auf vielen Ebenen sehr flexibel und innovativ sein.
Interessiert, beim führenden Cyber-Security-Experten der Schweiz zu arbeiten?
Die InfoGuard AG sucht laufend neue Mitarbeitende in der Schweiz und aktuell auch in Deutschland – von Cloud und Cyber Security Consultants, Penetration Testers (Ethical Hackers) und diversen Security Engineers & Architects über ICT System Specialists bis hin zu Sales Managers (Germany).
Cyber Security ist Ihre Leidenschaft und Sie sind auf der Suche nach einem innovativen, spannenden und kollegialen Arbeitsumfeld mit viel Gestaltungsmöglichkeiten? Alle Vakanzen finden Sie auf der Webseite von InfoGuard: https://www.infoguard.ch/de/karriere

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Über InfoGuard
Die InfoGuard AG ist spezialisiert auf umfassende Cyber Security. Zu den Kompetenzen zählen massgeschneiderte Dienstleistungen im Bereich der Sicherheitsberatung und Security Audits sowie in der Architektur und Integration führender Netzwerk- und Security-Lösungen. Cloud-, Managed- und SOC-Services erbringt der Schweizer Cyber-Security-Experte aus dem ISO 27001 zertifizierten und ISAE 3000 Typ 2 überprüften InfoGuard Cyber Defence Center in der Schweiz. InfoGuard hat ihren Hauptsitz in Baar / Zug und Niederlassungen in Bern, Wien und München. Ihre 200 Sicherheitsexpert*innen sorgen tagtäglich für die Cyber Security bei über 400 Kunden in der Schweiz, Deutschland und Österreich. InfoGuard ist ISO/IEC 27001:2013 zertifiziert und Mitglied bei FIRST (Global Forum oft Incident Response and Security Teams).

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