iWay wächst, aber etwas weniger als erhofft

30. März 2022, 13:45
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Markus Vetterli, CEO von iWay.

Das neue Mobile-Angebot, VoIP für Geschäftskunden und ländliche Regionen sollen 2022 für zusätzliches Wachstum sorgen.

Der ISP iWay setzte vergangenes Jahr 36,9 Millionen Franken um. Mit einem Umsatzplus von 6,5% hat iWay sein Ziel von 8% verfehlt. Vor einem Jahr konnte der Anbieter noch zweistelliges Wachstum vermelden.
Für 2022 aber geht CEO Markus Vetterli von "weiterem stetigen Wachstum" aus, wie er vor Medienvertretern sagte. Er erwartet ein moderates Plus von 8%.
Mit 12,7% am stärksten gewachsen ist iWay im Kerngeschäft Internet Access, das rund 60% des Gesamtumsatzes ausmacht. Vor allem in den städtischen Regionen, so Vetterli, nehme aber die Konkurrenz zu, sodass hier das Wachstum bei den Internetanschlüssen stagniert sei. Der Zuwachs erfolgte demnach vor allem in ländlichen Gebieten und den Agglomerationen. Rund ein Viertel des Gesamtumsatzes stammt aus VoIP und TV. Hier konnte der Umsatz im Jahresvergleich um 6,1% gesteigert werden.

Partnergeschäft bleibt wichtig

Die Grösse der Belegschaft blieb trotz Umsatzwachstum mit 51 Mitarbeitenden auf dem Vorjahresniveau. Dies zeige, dass iWay seine Effizienz gesteigert habe. Der CEO führt dies unter anderem auf die zunehmende Automatisierung sowie auf das Partnergeschäft zurück. Die rund 500 iWay-Partner tragen fast 50% zum Gesamtumsatz bei.

Glasfaser-Blockade bringt Unsicherheiten

Vom anhaltenden Glasfaser-Streit sei iWay nicht direkt betroffen, da man einen Layer-2-Vertrag habe. Allerdings sei die Vermarktung blockiert, was man natürlich merke. Ausserdem fehle Planungssicherheit.
"Der zunehmende Margendruck und die fehlende Aussicht auf eine schnelle Einigung beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur durch Swisscom sind den Wachstumsaussichten von iWay nicht zuträglich", fasste der CEO Vetterli den Ausblick auf 2022 zusammen.
Umsatzmöglichkeiten erhofft er sich durch das auf Anfang 2022 lancierte Mobile-Angebot sowie den Ausbau des VoIP-Bereichs mit Geschäftskunden. Nicht zu vernachlässigen sei auch DSL. "Lang lebe Kupfer", sagte Vetterli. Er verwies ausserdem auf die virtuelle Telefonielösung von 3CX. Man verzeichne sehr gute Absätze auch bei grossen und namhaften Kunden.

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