Japans Chiphersteller sorgen sich um fehlende Fachkräfte

29. Juni 2022, 12:19
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Foto: Sergei Wing / Unsplash

In den nächsten 10 Jahren benötigen Toshiba, Sony & Co. 35'000 Spezialistinnen und Spezialisten, um mit dem Investitionstempo Schritt zu halten.

Verglichen mit der Konkurrenz aus Südkorea (Samsung, Hynix), China (HiSilicon, SMIC) und insbesondere Taiwan (TSMC und Mediatek) spielen die japanischen Chiphersteller nicht nur global, sondern sogar im asiatischen Raum nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch schmerzen die fehlenden Fachkräfte auch Hersteller von Toshiba bis Sony.
Deshalb hat sich nun ein Branchenverband an die Regierung gewandt. Die fünf kommenden Jahre bis 2030 seien die "letzte und grösste Chance für Japans Chipindustrie, wieder Fuss zu fassen", zitiert die 'Financial Times' aus einem gemeinsamen Schreiben der Firmen.

Vom Weltmarktführer zum Nischenplayer

Die Japan Electronics and Information Technology Industries Association schätzt, dass acht grosse Hersteller in den nächsten 10 Jahren 35'000 Fachkräfte einstellen müssen, um mit dem Investitionstempo Schritt halten zu können. Es heisse immer, dass es an Chips mangele, "aber der grösste Mangel sind Ingenieure", zitiert die 'FT' Hideki Wakabayashi, Professor an der Tokyo University of Science.
Dass Japan global im Chipmarkt keine Rolle spielte, war nicht immer so. Im Gegenteil: In den späten 80er-Jahren überholte Japan die USA und sicherte sich die Hälfte des Weltmarktanteils.

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