Kanton Solothurn: Cyberangriffe "im Sekundentakt"

1. März 2022, 16:07
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Schäden seien bisher in der Kantonsinformatik noch keine entstanden, sagt der Regierungsrat.

Laut dem Regierungsrat des Kantons Solothurn erfolgen Cyberangriffe auf die Informatiksysteme der Verwaltung des Kantons "im Sekundentakt". In den meisten Fällen handle es sich um automatisierte Angriffsversuche auf bekannte Schwachstellen, heisst in einer Antwort des Regierungsrats auf eine Inter­pellation aus den Reihen der SVP-Fraktion im Kantonsrat.
Die allermeisten Angriffe habe das Amt für Informatik und Organisation (AIO) erkennen und abwehren können. Trotzdem sei es zu einigen Sicherheitsvorfällen gekommen, zum Beispiel zu einem Cryptolocker-Befall und Malware-Infektionen auf Workstations. Zudem habe es Angriffe auf Schwachstellen in Betriebs­systemen, Datenbank-Software und Fachanwendungen sowie DDoS-Attacken gegeben.
Keiner dieser Vorfälle habe aber Schaden verursacht, die Sicherheitssysteme und Prozesse hätten stets funktioniert und man habe die Angriffe rechtzeitig abwehren können.
Zwei DDoS-Angriffe kamen aus Russland und wurden dem Bund gemeldet, so der Regierungsrat.

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