Kanton Zürich regelt den Bezug von Geodaten neu

30. März 2022, 11:37
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Schadstoffbelastung im Erdreich rund um unser Büro an der Rychenbergstrasse 67 in Winterthur. Screenshot: GIS-Browser des Kantons Zürich

Über eine neue Plattform sollen die Geodatensätze an einem zentralen Ort eingesehen und kostenlos bezogen werden können. In Zukunft sollen weitere Datensätze folgen.

Bereits seit 2018 sind die Geodaten des Kantons Zürich öffentlich einsehbar, sofern sie nicht urheberrechtlich geschützt sind oder die Veröffentlichung den Datenschutz verletzen würde. Mit einem neu geschaffenen Onlineshop soll nun die Bestellung und die Zugänglichkeit der raumbezogenen Daten vereinfacht werden, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Über die neue Plattform sollen Geodatensätze an einem zentralen Ort eingesehen und kostenlos bezogen werden können. Später sollen dann auch Gebäude- und Grundstücksdaten in das System integriert werden. Gemeint sind damit Daten aus den Quellsystemen der Gebäudeversicherung, des eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregisters sowie Eigentümerdaten des Grundbuches, so der Kanton weiter.
Mit der neuen Lösung soll insbesondere auch der bisher manuell durchgeführte Bestellprozess von Daten mit Nutzungseinschränkungen abgelöst werden. Da sich dieser im neuen Bestellprozess erübrige, entfallen gemäss dem Kanton auch alle damit verbundenen Aufwände. Die Datenbank des Geodatenshops umfasst mehr als 500 Produkte aus dem Geografischen Informationssystem, zum Beispiel Daten zu Bauten, Luft und Klima, Flora und Fauna, Land- und Bodennutzung, Schutzgebieten, Lärm sowie Raumplanung. Betrieben wird die Applikation vom Amt für Raumentwicklung (ARE) der Baudirektion des Kantons Zürich
Das Gebiet, über welches die Daten abgefragt werden sollen, lässt sich gemäss dem Communiqué auf einem Kartenausschnitt präzise definieren oder es können spezifische Gemeinden ausgewählt werden. Der Bestellprozess soll in der Regel automatisiert erfolgen und ohne die bisherigen Medienbrüche funktionieren, was die Abgabe der Daten beschleunigen soll. Eine Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen sei für nicht offene Daten aber auch weiterhin nötig, schreibt die Regierung. Unter Umständen könne zusätzlich auch ein Freigabeprozess durch die datenverantwortliche Person erforderlich sein. Beide Prozesse seien für eine schnellere Abwicklung der Bestellung automatisiert worden, so der Kanton.
Auch in anderen Kantonen, darunter Luzern, werden die Geodaten in einem vergleichbaren Shop angeboten.

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