Kanton Zürich übernimmt die Informatik an Gymis und Berufsschulen

28. Juni 2022, 14:40
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Foto: Roland zh unter Lizenz CC BY-SA 3.0

Die IT der Zürcher Schulen soll professionalisiert und zentralisiert werden. Der Kanton will sich um Ausrüstung, Wartung sowie Support kümmern.

Bisher waren die 39 Gymnasien und Berufsfachschulen im Kanton Zürich selber für ihre Informatik zuständig. Dies will der Kanton nun ändern: Er rüstet alle Schulen einheitlich aus und übernimmt Wartung und Support. So sollen Lehrkräfte mehr Zeit für den Unterricht haben.
"Historisch gewachsen und nicht mehr zeitgemäss", so beschrieb die Bildungsdirektorin Silvia Steiner die IT-Infrastruktur an den 39 Gymnasien und Berufsfachschulen. Bisher habe das jede Schule für sich selbst geregelt, weshalb sie je nach Standort und Schultyp auf völlig unterschiedlichem Stand seien.
Aktuell sind meist Lehrkräfte für das Thema "Informatik" zuständig, obwohl diese bekanntlich Besseres zu tun hätten. "Die Lehrerinnen und Lehrer sollen sich aufs Unterrichten konzentrieren", so Steiner vor den Medien.

Hilfe im Alltag für alle 39 Schulen

Der Kanton werde die Informatik der Sekundarstufe II deshalb übernehmen, vereinheitlichen und damit professionalisieren. Alle 39 Schulen sollen identisch ausgerüstet werden, etwa was Computer, Beamer, interaktive Wandtafeln, Cloud und Datenschutz betreffe.
Dazu kommen die Wartung der Geräte und der Support. Funktioniert beispielsweise der Beamer nicht, soll künftig das "Digital Service Center" des kantonalen Amts für Informatik helfen.

39 zusätzliche Stellen beim Kanton

Für die neue Rundum-Betreuung inklusive einheitlicher Ausstattung braucht es gemäss Angaben des Regierungsrates 39 zusätzliche Stellen beim Amt für Informatik. In den Jahren 2023 bis 2025 will der Kanton je 10 Millionen Franken für dieses Digitalisierungsprojekt ausgeben.
Drei Viertel der Kosten können aber schnell kompensiert werden, hat sich der Kanton ausgerechnet, weil die Schulen dafür keine Leistungen von Dritten mehr einkaufen müssen. Längerfristig soll mit diesem Projekt dann Geld gespart werden, nur schon wegen besserer Konditionen bei der Gerätebeschaffung.
Bereits im Herbst sollen erste Schulen in Winterthur und Bülach mit der neuen, einheitlichen Infrastruktur des Kantons starten. Bei den Volksschulen und den Hochschulen wurde in den vergangenen Jahren viel Geld in die Digitalisierung investiert. Anders auf der Sekundarstufe II, wo gemäss Regierungsratsbeschluss "grosser Nachholbedarf" besteht.
Insgesamt besuchen aktuell 60'000 Schülerinnen und Schüler eine Berufsfachschule oder ein Gymnasium im Kanton Zürich.

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