Kantonale GPK prüfte IT-Zentrum von Ob- und Nidwalden

20. Mai 2022, 14:27
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Foto: Prageesha Galagedara / Unsplash

Die GPK hat sich zum gemeinsamen Informatikleistungszentrum geäussert. Es fehle nach wie vor an personellen Ressourcen.

An seiner Sitzung vom 20. Mai hat der Obwaldner Kantonsrat den Prüfbericht zum Informatikdienstleistungszentrum Obwalden/Nidwalden (ILZ) einstimmig zur Kenntnis genommen. Die interparlamentarische GPK hatte zuvor den Geschäftsbericht und das Budget des ILZ geprüft.
Gemäss dem Bericht sei das ILZ ressourcenmässig "immer noch sehr stark gefordert". Der Verwaltungsrat habe bereits im November 2019 reagiert und zusätzliche Stellen bewilligt. "Diese konnten jedoch noch nicht vollständig besetzt werden." Der Personalbestand müsse längerfristig im Blick behalten werden. Kurzfristig würden schon externe Kräfte zur Unterstützung beigezogen.
Das ILZ habe sehr tiefe Arbeitsplatzkosten und ein sehr gutes Kosten-Nutzenverhältnis, heisst es weiter. Im Vergleich seien die Anfragen am Servicedesk aber hoch. Ein Mitarbeiter betreue überdurchschnittlich viele Benutzer. Auch die Selbstlösungsrate bei Problemen sei bei den Benutzern tief. Das ILZ prüfe zusammen mit seinen Kunden Massnahmen, um die User-Kenntnisse zu verbessern.

Nicht nur IT-Zentrum für Sicherheit verantwortlich

Im Geschäftsbericht des IT-Zentrums sei weiter zur Cybersecurity zu lesen: "Hier ist eine Sensibilisierung für das Thema und eine Schulung für den richtigen Umgang erforderlich, die 2022 ganz gezielt durchgeführt werden sollte." Die interparlamentarische GPK möchte laut Bericht wissen, inwiefern eine solche Umsetzung in Gemeinden und Kantonen realisiert wird.
"Generell wird festgestellt, dass sich die Kundinnen und Kunden immer noch zu wenig bewusst sind, dass für die Sicherheit nicht nur das ILZ zuständig ist, sondern auch die Benutzenden einen wichtigen Beitrag leisten müssen", heisst es weiter. Es müsse sichergestellt werden, "dass das Thema Sicherheit sowohl auf strategischer wie operativer Ebene aktiv behandelt wird". Dies werde das ILZ im Gespräch mit seinen Kunden speziell ansprechen.

Wie weiter mit der Informatikstrategie?

Ein weiterer Punkt ist der gemeinsamen Informatikstrategie von Ob- und Nidwalden gewidmet. Die im Herbst 2021 vorgestellte Strategie muss überarbeitet werden, nachdem in Nidwalden 4 der 11 Gemeinden und in Obwalden 1 von 7 Gemeinden nicht zugestimmt haben.
Die GPK schreibt dazu: "Der Stopp führt zu einer Verzögerung im Strategieprozess der Kantone und Gemeinden sowie in der Unternehmensstrategie des ILZ. Im Kanton Nidwalden laufen nun Gespräche mit den ablehnenden Gemeinden. Der Lead liegt jedoch bei den zwei Kantonen."
Die GPK hat nach Vorlage ihres Prüfungsberichts bei den Regierungsräten der Kantone Ob- und Nidwalden beantragt, den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung 2021 des ILZ zu genehmigen.

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