KI-Boom lässt Nvidia-Umsatz explodieren

23. Mai 2024 um 10:27
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Foto: Boliviainteligente / Unsplash

26 Milliarden Dollar konnte der Chiphersteller im vergangenen Quartal umsetzen. Das sind sagenhafte 262% mehr als im Vorjahr.

Das Geschäft des Chipkonzerns Nvidia ist durch den KI-Boom weiterhin stark gewachsen. Im vergangenen Quartal war der Umsatz mit 26 Milliarden Dollar beeindruckende 262% höher als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Besonders stark wuchs das Geschäft mit Technik für Rechenzentren.
Mit 22,6 Milliarden Dollar war der Umsatz in diesem Bereich mehr als fünfmal höher als im Vorjahr, wie Nvidia mitteilte. CEO Jen-Hsun Huang sprach in einer Telefonkonferenz mit Analysten von einer "neuen Industriellen Revolution". Demnach werden immer mehr "KI-Fabriken" statt herkömmlicher Rechenzentren gebaut.

Noch mehr Umsatz erwartet

Nvidia wolle nun jedes Jahr eine neue Chipgeneration vorstellen, sagte Huang. Bereits im März wurde "Blackwell" vorgestellt. Der neuartige KI-Chip wird derzeit produziert und soll in den kommenden Monaten erstmals ausgeliefert werden. Dabei soll "Blackwell" viel leistungsstärker sein als die vorherige Generation. Big Tech steht deshalb bei Nvidia Schlange, um die begehrten Chips einzukaufen.
Der Quartalsgewinn von Nvidia sprang im Jahresvergleich von gut 2 auf knapp 14,9 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal stellte der Konzern einen weiteren Umsatzanstieg auf 28 Milliarden Dollar in Aussicht – während Analysten in ihren Vorhersagen zuvor knapp 27 Milliarden Dollar erwartet hatten.

Schlüsseltechnologie für KI

Nvidia entwickelte ursprünglich Grafikchips. Dann stellte sich aber heraus, dass sie sich auch für die Rechenarbeit beim Anlernen von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz eignen. Nvidias Chips wurden dadurch zu einer Schlüsseltechnologie für Künstliche Intelligenz. Zusätzlich profitiert der Konzern vom Geschäft mit dazugehöriger Software und Diensten.
Inzwischen kommt die Technologie von Nvidia aber nicht mehr nur beim Training, sondern auch beim Betrieb von KI-Anwendungen zum Einsatz. Darin steckt potenziell ein noch stabileres Geschäft, betonte der Konzernchef. Denn das Anlernen braucht zwar eine gewaltige Rechenleistung – ist jedoch nur einmal pro Modell nötig.

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