Konkurrenzdruck: GGA Maur baut Stellen ab

9. Juni 2023 um 08:48
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Foto: GGA Maur

Die Telekom-Genossenschaft schreibt wie vorgesehen eine schwarze Null. Zugleich hat sie ihr Team verkleinert. Billigangebote der "Grossen" machen GGA Maur das Leben schwer.

GGA Maur konnte von der Rückkehr zur Normalität profitieren, heisst es im Bericht des Telekom-Anbieters. Bedeutet: Das Jahr 2022 konnte mit einer schwarzen Null abgeschlossen werden. Als gemeinnützige Genossenschaft ist der Provider nicht der Gewinnmaximierung, sondern seinen Mitgliedern und Kunden verpflichtet, heisst es in der Selbstbeschreibung.
Den Jahreserfolg weist GGA Maur nach Steuern mit knapp 94'000 Franken aus. Ganz zufrieden dürfte man an der Genossenschaftversammlung aber nicht gewesen sein. Der kleine Anbieter mit Sitz in Binz ist schon länger unter Druck der "Grossen". Man kämpfe für fairen Wettbewerb, heisst es im Vorwort des Jahresberichts, wo auf den Gerichtsstreit von Init7 mit Swisscom verwiesen wird.
GGA Maur reduzierte seine Belegschaft letztes Jahr von 60,6 auf 53,4 Vollzeitstellen. Damit sparte die Genossenschaft fast 900'000 Franken. Der Betriebsertrag fiel zugleich von 21,7 Millionen auf knapp 20 Millionen. Fast eine Million ging bei den wiederkehrenden Erträgen verloren.
Im Kernmarkt rund um den Greifensee sieht es laut Geschäftsbericht aber nach wie vor gut aus. In Open-Access-Gebieten in Zürich, Winterthur und Meilen drücken hingegen die Grossen mit Billigangeboten. Man habe im Jahr 2021 in diesen Bereichen Umsatzeinbussen verzeichnet, so GGA Maur im letzten Jahresbericht. Im aktuellen Bericht sind die einzelnen Märkte nicht erläutert.
Aufgrund von Lieferschwierigkeiten und Engpässen bei Lieferanten konnten im Vorjahr Investitionen nicht getätigt werden. Dies wurde 2022 nachgeholt: Die Fernseh-, Telefonie- und E-Mail-Plattformen sowie Teile der Glasfaserinfrastruktur wurden modernisiert. Auch 2023 sollen mehrere Millionen investiert werden. Zudem beginnt die Vorbereitung für den Umzug der Büros an den Bahnhof Stettbach.

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