Lausanner Medtech-Startup zieht 20,6 Millionen Dollar an Land

17. Februar 2022, 12:59
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Laut Co-CEO und MitgründerVincent Lefauconnier geht es Neo Medical um eine Komplettlösung für die intelligente Chirurgie. Foto: Neo Medical

Neo Medical hat eine Finanzierungsrunde zur schnelleren Markteinführung seiner Software für die Wirbelsäulenchirugie abgeschlossen.

Zur Beschleunigung der kommerziellen Einführung seiner KI-basierten Advise-Software (Advanced Dynamic Visualization of Intraoperative Spinal Equilibrium) für die hauseigene AR-Plattform zur Wirbelsäulenchirurgie hat Neo Medical eine Finanzierungsrunde über 20,6 Millionen Dollar abgeschlossen. Laut dem in Vilette bei Lausanne ansässigen Medtech-Startup ist die Finanzierungsrunde diesmal unter der Führung von Swisscom Ventures über die Bühne gegangen. Schon vor knapp 2 Jahren hatte man 13,2 Millionen Franken eingesammelt.
Nachdem man laut eigenen Angaben in den letzten Jahren mit der Plattform für die Wirbelsäulenchirurgie die chirurgischen Ergebnisse verbessern, die Behandlungszyklen straffen sowie die Umweltauswirkungen verringern und die Kosten im Gesundheitswesen senken konnte, will Neo Medical nun einen Schritt weitergehen. Mit dem frischen Geld soll den "Chirurgen zum ersten Mal Augmented Reality (AR) in Echtzeit für eine patientenspezifische Wirbelsäulenbehandlung" geboten werden können.
Adressieren will Neo Medical derzeit noch ungelöste klinische Probleme wie unter anderem Implantatversagen und Schraubenlockerung sowie die immer komplexer gewordenen Fixationssysteme, die inzwischen über 400 Schraubentypen umfassen können. Versprochen wird dafür, dass universelle Implantate, intelligente Instrumente und die Software von Neo Medical so zusammenarbeiten, dass diese gelöst wird.
Auch andere Forscher versuchen, mit Digitalisierung und Robotics Wirbelsäulenoperationen weniger heikel zu machen. So hatten kürzlich Forscher der Universität Bern, des Inselspitals und des Schweizer Zentrums für Elektronik und Mikrotechnologie einen Roboter für Operationen an der Wirbelsäule vorgestellt. Zudem sind eben erst 90 Millionen Dollar für die weltweite Vermarktung des Operationsroboters Dexter an das Lausanner EPFL-Spin-off Distalmotion geflossen.

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