Luzerner Regierung gibt grünes Licht für kantonale E-ID

1. März 2024 um 13:09
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Foto: Unsplash+

Gedacht ist das Angebot als Übergangslösung, bis die staatliche E-ID verfügbar ist. Ausserdem führt der Kanton das Behördenlogin "Agov" ein.

Der Luzerner Regierungsrat hat die kantonale E-ID-Verordnung gutgeheissen. Damit kann im Rahmen einer Testphase für maximal drei Jahre das Service-Portal mit einer elektronischen Identität angeboten werden. Das teilt das Finanzdepartement des Kantons mit. Gleichzeitig hat die Regierung beschlossen, das Behördenlogin "Agov" zuzulassen, welches bislang in Zürich und Appenzell Ausserrhoden eingesetzt wird.
Auf dem Service-Portal sollen bestimmte Dienstleistungen erst nach einer Registrierung mittels einer elektronischen Identität verfügbar sein. Weil die gesamtschweizerische E-ID frühestens 2026 fertig wird, setzt der Kanton Luzern auf eine Übergangslösung "von privatwirtschaftlichen Unternehmen", wie er mitteilt.

Service-Portal mit eigener E-ID kommt dieses Frühjahr

Als Schranke zwischen dem Service-Portal und den Anbietern der E-IDs komme ein Identitätsverwaltungssystem zum Einsatz, welches den E-ID-Anbietern "die Möglichkeit nimmt, die Aktivitäten der Nutzerinnen und Nutzer auf dem Service-Portal zu verfolgen und Profile über sie zu erstellen", schreibt der Kanton.
Das Service-Portal mit E-IDs und Identitätsverwaltungssystem soll im Frühjahr 2024 mit ersten Dienstleistungen und Angeboten online gehen. Das Portal wird daraufhin kontinuierlich erweitert und ausgebaut. Den Zuschlag dafür haben bereits im November die Anbieter Swisssign und Cloud Trust zu einem Gesamtpreis von 225'000 Franken erhalten.

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