Mainframe-Unterstützung kostet BIT 18 Millionen Franken

12. Februar 2024 um 10:28
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Foto: Unsplash+

Bei der Informatik-Organisation des Bundes gehen wichtige Kompetenzen verloren. Ein externer Anbieter soll Abhilfe schaffen und vielleicht ganz übernehmen.

Dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) fehlt es zunehmend an Know-how im Bereich der Mainframe-Informatik. In einer Ausschreibung war die Behörde deshalb auf der Suche nach einem fachlich spezialisierten Anbieter, der den Betrieb der bestehenden Plattform ab 2024 bis mindestens 2028 gewährleisten kann. Dazu soll der Zuschlagsempfänger in Zukunft laufende Aufträge und Funktionen von ausscheidenden Mitarbeitenden übernehmen.
In der Ausschreibung konnte sich UMB gegen drei weitere Konkurrenten durchsetzen. Der Anbieter erhält einen Zuschlag über 18 Millionen Franken. Dieser ist aufgeteilt in eine Basisleistung über 8,6 Millionen und zusätzliche Optionen für 9,4 Millionen Franken. Dabei umfasst der Grundauftrag die Unterstützung des BIT-Betriebsteams, die Option beinhaltet den Weiterbetrieb der Mainframe-Umgebung ab dem Jahr 2028.
Begründet wurde die Vergabe mit der vorhandenen Kompetenz und Erfahrung. Zudem seien die Leistungen zu einem sehr kompetitiven Preis angeboten worden, schreibt das BIT. Wie lange die Organisation ihre eigene Mainframe-Plattform noch weiter betreiben will, ist dabei offen: "Dies ist abhängig von den Leistungsbezügern des BIT." Das Bundesamt selbst betreibt heute nur noch drei Applikationen auf der Mainframe-Informatik.

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