Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn bei Softwareone

3. März 2022, 11:08
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Foto: Carlos Muza / Unsplash

Insbesondere der Bereich Beratungsdienstleistungen hat floriert. Und auch eine Übernahme soll den Bruttogewinn gestärkt haben.

Der IT-Dienstleister Softwareone hat im vergangenen Jahr seine Einnahmen zwar gesteigert, dabei aber weniger verdient. Gemäss der Jahresrechnung setzte das Unternehmen mit der Sparte "Software & Cloud" 533,6 und mit "Solutions & Services" 430,7 Millionen Franken um. Der bereinigte Bruttogewinn sei somit um 17,6% auf insgesamt 855,1 Millionen Franken gestiegen. Und dennoch musste das Stanser Unternehmen auch einen finanziellen Rückschlag hinnehmen: Einen tieferen Reingewinn.
Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sei um 1,0% auf 219,4 Millionen Franken gesunken, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung zu den Jahreszahlen 2021. Die Ebitda-Marge fiel dementsprechend von 30,6% im Vorjahr auf noch 25,7%.
Als Grund für den Rückgang des Betriebsgewinnes nannte Softwareone einen um 25% höheren Gesamtbetriebsaufwand als noch im Vorjahr. Infolge von Investitionen in Marketing und Vertrieb seien auch höhere Personalkosten angefallen. Zudem seien weitere laufenden Betriebskosten von Firmenakquisen hinzugekommen, die bereits vor dem angeschlossenen Geschäftsjahr getätigt wurden, schrieb das Unternehmen weiter.
Trotz dem Rückgang des Betriebsgewinnes sei das Wachstum des Umsatzes vor allem den Beratungsdienstleistungen im Bereich "Solutions & Services" zu verdanken. Währungsbereinigt sei die kleinere der beiden Unternehmens­sparten um 53,5% auf 321,4 Millionen Franken angewachsen. Die starke Performance sei über die Servicebereiche, Kunden und Regionen breit gefächert gewesen, so der IT-Dienstleister.
Der grössere Bereich "Software & Cloud" der den Verkauf und die Verwaltung von Software und Cloud-Lösungen beheimatet, konnte seinen Umsatz gegen­über dem Vorjahr um lediglich 3% auf 533,6 Millionen Franken steigern. Die wichtigsten Wachstumstreiber stammten gemäss Softwareone von Google, Microsoft und AWS.
Ebenfalls zum Umsatzwachstum beigetragen habe die Übernahme von Intergrupo: Ohne diese wäre der Bruttogewinn währungsbereinigt um lediglich 14,3% gewachsen, teilte das Unternehmen in seinem Communiqué mit.

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