Meta löst sein Responsible-AI-Team auf

21. November 2023 um 10:48
  • politik & wirtschaft
  • künstliche intelligenz
  • meta
image
Illustration: Shawn Suttle / Pixabay

Generative KI ist jetzt offenbar wichtiger als Ethik bei der Entwicklung von KI-Systemen.

Meta, der Mutterkonzern von Facebook, Whatsapp und Instagram, hat sein Responsible-AI-Team aufgelöst, wie 'The Information' berichtet (Paywall). Die bisherigen Team-Mitglieder werden auf verschiedene Abteilungen im Unternehmen aufgeteilt. Die meisten davon sollen neu für die Abteilung arbeiten, die den Rückstand von Meta im Bereich der generativen KI-Systeme wettmachen soll.
'The Information' hatte dies einem internen Mail entnommen, die Auflösung wurde danach aber auch von Meta bestätigt.
Das Team, das für den Konzern Richtlinien für die verantwortungsvolle KI-Entwicklung aufstellen sollte, wurde 2019 ins Leben gerufen. Es wurde vom Zuckerberg-Konzern, der in Sachen Ethik und Privatsphäre eher umstritten ist, als Aushängeschild benutzt, mit dem man zeigen wollte, dass diese Dinge dem Social-Media-Riesen durchaus wichtig seien.
Insbesondere 5 Kernbereiche sollten im Fokus des Teams stehen: Privatsphäre und Datenschutz, Fairness und Inklusion, die Robustheit und Sicherheit der KI-Systeme, Transparenz und Kontrolle sowie Nachvollziehbarkeit und Governance.
Sind diese Dinge nun nicht mehr wichtig? Meta widerspricht: "Wir werden weiterhin die sichere und verantwortungsvolle Entwicklung von KI priorisieren und darin investieren. Die Veränderungen werden es uns aber erlauben, besser zu skalieren, um uns an zukünftige Anforderungen anzupassen. Die Mehrheit des Responsible-AI-Teams wird zwar in der Gen-KI-Abteilung angesiedelt sein, aber es wird weiterhin die Anstrengungen von ganz Meta zur verantwortungsvollen Entwicklung und Anwendung von KI-Systemen unterstützen."


Loading

Mehr erfahren

Mehr zum Thema

image

Microsoft krebst zurück und macht Recall freiwillig

Die Kritik war offensichtlich zu stark: Microsoft schaltet das Screenshot-Feature Recall standardmässig aus.

publiziert am 10.6.2024
image

Zürcher Chip-Startup Synthara sammelt 11 Millionen

Das Spin-off der ETH und Universität Zürich will mit seiner Technologie leistungsfähigere Halbleiter ermöglichen. Diese sollen nicht zuletzt bei KI-Anwendungen zum Einsatz kommen.

publiziert am 10.6.2024
image

Zürcher Justizdirektion beschafft IT-Unterstützung

Die Direktion schliesst mit zahlreichen IT-Dienstleistern Rahmenverträge über mehrere Millionen Franken für Personalressourcen ab.

publiziert am 10.6.2024
image

Schwyzer Kantonsratsdebatten können im Internet übertragen werden

Die Regierung war zwar dagegen, das Volk hat sich aber dafür entschieden.

publiziert am 10.6.2024 1