Meta wehrt sich, bleibt aber bei seiner Kernaussage

10. Februar 2022, 12:48
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Raus aus der EU oder doch nicht? Meta bleibt im Kern bei seiner Aussage. Foto: Alexander Dummer / Unsplash

Man drohe niemandem und wolle Europa nicht verlassen. Implizit bekräftigt Meta die Botschaft jedoch erneut.

Zahlreiche Medien, darunter auch inside-it.ch, schrieben von einer angeblichen Drohung von Facebook-Mutter Meta, sich aus Europa zurückziehen zu wollen. An den Haaren herbeigezogen war die Nachricht indes nicht: "Wenn wir daran gehindert werden, Daten zwischen unseren Produkten und Dienstleistungen auszutauschen, wäre es für Meta nicht mehr möglich, Facebook und Instagram in Europa anzubieten", schrieb der Konzern in seinem Jahresbericht an die amerikanische Börsenaufsicht.
Falsch ist die Aussage zumindest nach Ansicht von Meta dennoch: In einem aktuellen Blogpost schreibt das Unternehmen, man drohe "absolut nicht" damit, Europa zu verlassen. Die Berichterstattung sei falsch. Man identifiziere jedoch ein Geschäftsrisiko, "das sich aus der Unsicherheit bei internationalen Datenübertragungen ergibt". Das Zitat aus dem Jahresbericht begründet Meta mit der Pflicht, wesentliche Risikofaktoren gegenüber Investoren offenzulegen.

Meta setzt in Europa rund 8,4 Milliarden Dollar um, pro Quartal

Gewinnwarnungen sind für börsenkotierte Unternehmen tatsächlich Pflicht. Und es ist glaubwürdig, dass sich Meta nicht aus Europa zurückziehen will. Es steht viel auf dem Spiel: Aus den Quartalszahlen geht hervor, dass Meta im vierten Quartal pro europäischem Nutzer fast 20 Dollar Umsatz erzielte. Hochgerechnet auf 427 Millionen monatlich aktive User machte Facebook in Europa also 8,4 Milliarden Umsatz – alleine im vierten Quartal des vergangenen Jahres.
Obwohl Meta wie eingangs erwähnt den Medienberichten vehement widerspricht, bekräftigt der Konzern seine Aussage aus dem Jahresbericht zumindest implizit: Internationale Datenübertragungen seien für die globale Wirtschaft unerlässlich. Unternehmen würden klare, globale Regeln brauchen, um den transatlantischen Datenverkehr langfristig zu schützen. "Wir beobachten die potenziellen Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Millionen von Menschen und Unternehmen, die unsere Dienste nutzen, genau." Man hoffe deshalb auf "weitere Fortschritte bei den Verhandlungen über einen Ersatz des Privacy Shields".

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