MFA kommt erst langsam in Firmen an

22. September 2022, 12:51
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Die Zahl der Unternehmen, die Multifaktor-Authentifizierung für Angestellte implementieren, steigt einem Report von Thales zufolge nur langsam.

Zwar nutzen immer mehr Unternehmen Multifaktor-Authentifizierung (MFA), um ihre Systeme zu sichern: 56% der Befragten gaben an, MFA in ihrem Unternehmen implementiert zu haben. Doch steige damit der Einsatz von MFA nur langsam, schreibt der Security-Anbieter Thales. Denn vor einem Jahr waren es mit 55% fast genau so viel, wie es im Access Management Index 2022 des Anbieters hiesst.
"MFA einsetzen" heisse aber nicht, dass alle Mitarbeitenden einen zusätzlichen Faktor für Logins verwenden, respektive verwenden müssen. Es zeigt sich, dass nur 40% der Unternehmen MFA für Nicht-IT-Teams implementiert haben. Bei IT-Teams und privilegierten Mitarbeitenden sind es 52%.
Die Befragung zeigt weiter, dass sich in den Unternehmen der Umgang mit Remote Work verändert habe. Es gebe zwar Security-Bedenken, was die Arbeit im Homeoffice anbelangt, aber diese scheinen geringer zu werden, schreibt Thales. Noch 31% der befragten IT-Fachleute gaben 2022 an, "sehr grosse" Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsrisiken und -bedrohungen bei der Fernarbeit zu haben. Vor einem Jahr waren es noch fast 40%.
Am häufigsten umgesetzt wird das Login-Verfahren für Angestellte, die remote arbeiten. Hier sind es gemäss dem Thales-Index 68%. Bemerkenswert sei, so Thales, dass diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist. 59% der Befragten gaben zudem an, VPNs für Remote-Angestellte zu nutzen.
Thales hat die Firmenvertreter weiter danach befragt, in welche Security-Technologien sie investieren. Das Thema Key-Management steht für 33% der Unternehmen an erster Stelle. Etwas mehr Befragte nannten jeweils Endpoint- sowie Netzwerk-Security. Weitere Gelder fliessen in Lösungen für Datenschutz, -Verschlüsselung und -Wiederherstellung sowie in den Bereich Cloud-Security.

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