Microsoft will Druckertreiber-Wildwuchs beenden

12. September 2023 um 11:33
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Illustration: Darwin Laganzon / Pixabay

Proprietäre Druckertreiber sollen aus Windows verbannt und durch einen universellen Treiber ersetzt werden.

Microsoft hat angekündigt, dass Windows in Zukunft keine Geräte- oder herstellerspezifischen Druckertreiber von Drittunternehmen mehr unterstützen wird. Stattdessen sollen in einigen Jahren alle Geräte, die den Mopria-Standard unterstützen, nur noch über den "Microsoft IPP Class Driver" angesteuert werden.
Mopria ist ein universeller Standard zur Steuerung von Druckern, der von einer Allianz entwickelt wird, der die meisten grossen Hersteller angehören. Die Mopria-Allianz wurde 2013 von Canon, HP, Samsung und Xerox gegründet, später haben sich auch Epson, Lexmark, Adobe und Microsoft angeschlossen. An Geräten, die den Standard unterstützen, mangelt es also nicht.
Trotzdem wird der Übergang zu einem universellen Windows-Treiber einige Jahre dauern. Laut der aktuellen Microsoft-Roadmap sollen ab 2025 keine Drittanbieter-Treiber mehr per Windows-Updates verteilt werden. Es wird aber weiterhin Updates für bereits installierte Treiber geben.
Ab 2026 soll dann beim Printerstart immer der Windows-Treiber bevorzugt werden und ab 2027 sollen nur noch Security-Updates für alte Treiber verteilt werden.
Natürlich werden die Druckerhersteller auch in Zukunft Kunden durch proprietäre Management-Software an sich binden wollen. Solche Software können sie auch weiterhin als externe Applikation anbieten, die auch einen Treiber beinhalten können. Es ist ja bereits eine gängige Praxis, den Druckertreiber als Teil einer Druckerapp zu verteilen. Allerdings sollten die Printer ab 2025 im Prinzip auch ohne diese Apps funktionieren.

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