Neues digitales Organspenderegister soll 2025 kommen

30. November 2022 um 09:57
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Foto: Jesse Orrico on Unsplash

Das BAG prüft in einer internen Studie verschiedene Umsetzungsvarianten eines neuen digitalen Organspenderegisters – mit und ohne staatliche E-ID.

Zum Jahresende werden sämtliche Einträge im aktuellen Organspenderegister von Swisstransplant gelöscht. Eine digitale Nachfolgelösung ist aktuell nicht in Sicht, Spendewilligen bleibt derzeit nichts anderes übrig, als wieder aufs Papierkärtchen zurückzugreifen oder eine Patientenverfügung zu erstellen.
Frühestens im Jahr 2025 tritt die Widerspruchslösung bei der Organspende in Kraft, die die Stimmbevölkerung im Mai dieses Jahres angenommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Nachfolgelösung parat haben, also ein neues digitales Spenderegister. Dies geht aus einem "Request for Information" (RFI) des BAG hervor, der auf der Beschaffungsplattform Simap publiziert wurde.

BAG prüft Umsetzungsvarianten und ihre Machbarkeit

Demnach ist der RFI ein wesentlicher Input für eine interne Studie beim BAG, in der "verschiedene Umsetzungsvarianten bezüglich ihrer Machbarkeit, Anwenderfreundlichkeit, Entwicklungs- und Betriebskosten bewertet werden". Darüber hinaus soll die Studie aufzeigen, unter welchen technischen Voraussetzungen die Umsetzung und in welchem Zeitrahmen möglich sei – mit und ohne staatliche E-ID, heisst es im RFI.
Die Umsetzung der staatlichen E-ID hat einen ähnlichen Fahrplan wie das neue staatliche Organspenderegister. Ende Oktober ist die Vernehmlassung zum neuen E-ID-Gesetz abgelaufen, das die meisten Parteien auf gutem Wege sehen. Ein Knackpunkt könnte höchstens die Videoidentifikation werden, aber dem Vernehmen nach könnte das Gesetz ebenfalls 2025 in Kraft treten.

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