Nikon beerdigt Spiegelreflexfotografie (ein bisschen)

13. Juli 2022, 15:11
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Foto: Claus Jensen / Unsplash

Einer der wichtigsten und grössten Kamerahersteller stoppt die Entwicklung von Spiegelreflexkameras. Das ist ein historischer Entscheid.

Nach über sechs Jahrzehnten hat Nikon angeblich das letzte Kapitel in der Geschichte der Spiegelreflexfotografie geschrieben. Der Hersteller stelle die Entwicklung seiner Spiegelreflexkameras (SLR) ein, berichtete das Magazin 'Nikkei'.
Nikon hat den Bericht gegenüber der 'FAZ' allerdings nur indirekt bestätigt. "Derzeit haben wir die Entwicklung von SLR gestoppt, aber wir haben keinen Rückzug angekündigt", sagte eine Sprecherin. Produktion, Verkauf und Kundendienst gingen weiter.
Klar scheint jedoch, dass Nikon die Ressourcen von SLR hin zu spiegellosen Systemkameras verschiebt. Das tun übrigens auch die anderen grossen Hersteller wie Sony oder Canon. Nikon hält sich mit der Formulierung lediglich noch eine Hintertürchen offen, um sich noch nicht ganz von der Spiegelreflexfotografie verabschieden zu wollen beziehungsweise zu müssen.
Denn der Trend ist seit Jahren offensichtlich: Nur noch Enthusiasten und Profis besitzen nebst dem Smartphone ein Zweitgerät zum Fotografieren. Das ist ein viel zu kleiner Markt, um teure Investitionen in Produktentwicklungen zu rechtfertigen. Und der Markt ist schrumpfend: Das Magazin 'Futurezone' zitiert Terushi Shimizu, Präsident und CEO von Sony Semiconductor Solutions. Dieser habe unlängst im Rahmen einer Präsentation mitgeteilt, dass Handyfotos bis 2024 besser sein werden als SLR-Fotos.

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