PC-Markt: Die Lieferprobleme halten an

18. Mai 2022, 09:22
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Die Rückkehr in die Büros lassen die PC-Nachfrage steigen. Foto: Arlington Research

Der westeuropäische PC-Markt liegt trotz leichtem Rückgang über Vor-Pandemie-Niveau. Lieferengpässe und geopolitische Spannungen bremsen den Absatz.

Die Zahl der PC-Auslieferungen in Westeuropa ist zum Jahresauftakt leicht zurückgegangen. Im ersten Quartal 2022 wurden laut Canalys 15,8 Millionen Desktops, Notebooks und Workstations ausgeliefert. Das sind 3% weniger als im Vorjahresquartal.
Der Rückgang sei einerseits auf Lieferengpässe zurückzuführen, so die Marktforscher. Hinzu kämen aber auch Auswirkungen der geopolitischen Spannungen.
Trotz des leichten Rückgangs liegen die Zahlen aber noch immer über dem Niveau vor der Pandemie. "Westeuropa war in den letzten zwei Jahren ein widerstandsfähiger Markt für PC-Anbieter", kommentiert Canalys-Analyst Trang Pham.
Im Consumer-Bereich gehen die Marktforscher von einer weiteren Abschwächung aus. Bei den derzeitigen wirtschaftlichen Aussichten für 2022 sei zu erwarten, dass die Consumer-Ausgaben aufgrund der schwächeren Kaufkraft zurückgehen werden.

Nachfrage von Unternehmen bleibt hoch

"Es gibt jedoch auch einen Silberstreif am Horizont. Es wird erwartet, dass die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs, sowohl bei KMU als auch bei Unternehmen, die langfristige Nachfrage nach PCs gesund und stark halten wird", ergänzt Pham.
60% der im Q1 ausgelieferten Geräte seien für den kommerziellen Einsatz bestimmt gewesen. Die Nachfrage im Commercial-Bereich bleibe gross, schreibt Canalys.
Für Unternehmen könnte dies eine Herausforderung sein, weil beispielsweise Produktionsstillstände in China und der anhaltende Krieg in der Ukraine die Lieferkette belasten. Es sei mit längeren Lieferzeiten zu rechnen. Firmen müssten somit entsprechend vorausplanen und budgetieren, um Geräte für die zunehmend wieder bevölkerten Büros sowie für ihre hybriden Teams zu sichern.

HP und Lenovo dominieren den Markt

Nach Angaben von Canalys dominieren Lenovo und HP den PC-Markt in Westeuropa mit sehr ähnlichen Marktanteilen. Beide verzeichneten einen leichten jährlichen Rückgang der Auslieferungen, machten aber zusammen die Hälfte der Auslieferungen in der Region aus.
Für Lenovo sei die EMEA-Region nach China die Region mit dem schnellsten Wachstum, schreiben die Marktforscher. HP sei es trotz der sinkenden Nachfrage nach Chromebooks gelungen, die Auslieferungen von hochwertigen PCs, wie Gaming-, Premium- und Workstation-Modelle zu steigern.

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