Pentagon verteilt seinen riesigen Cloud-Auftrag

9. Dezember 2022, 13:07
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Das Pentagon, Sitz des US-Verteidigungsministeriums. Quelle: David B. Gleason / Wikimedia Commons, unter Lizenz: CC BY-SA 2.0a

Das Verteidigungsministerium musste das grosse Cloud-Projekt neu aufgleisen und umbenennen. Jetzt sind Milliardenzuschläge an Amazon, Google, Microsoft und Oracle gesprochen worden.

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat diese Woche die lukrativen Cloud-Computing-Verträge an 4 Unternehmen vergeben: Amazon, Google, Microsoft und Oracle. Die Verträge laufen bis 2028 und könnten ein Volumen von insgesamt bis zu 9 Milliarden Dollar haben, heisst es in einer Mitteilung des Pentagons.
Bei dem Projekt geht es um eine neue Cloud-Architektur, genannt Joint Warfighting Cloud Capability (JWCC), die dem Pentagon Services für alle Sicherheitsbereiche und Klassifizierungsstufen zur Verfügung stellen soll.
Die Multi-Vendor-Strategie ist neu, denn ursprünglich wurde ein 10 Milliarden schwerer Auftrag an Microsoft vergeben. Das Projekt hiess damals noch "Jedi" und war umstritten, weil das Pentagon nur einen Cloud-Anbieter berücksichtigt hatte. Nach dem Zuschlag an Microsoft folgte ein Tauziehen vor Gericht. Zudem standen Vorwürfe im Raum, der damalige Präsident Donald Trump habe sich in das Verfahren eingemischt und Microsoft gegenüber AWS begünstigt. Schliesslich wurde der Vertrag mit Microsoft aufgelöst und das Projekt neu aufgegleist.
Für das JWCC-Projekt hat das Pentagon neue Angebote eingeholt. Marktforschungen würden zeigen, dass Microsoft und Amazon am besten positioniert seien, hiess es vor rund einem Jahr. Es könnten aber auch weitere Anbieter zum Zug kommen.

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