1,2 Milliarden Dollar: Uni gewinnt Patentprozess gegen Chiphersteller

27. Dezember 2012, 10:37
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Ein Geschworenengericht in Pittsburgh hat in einem Patentprozess der Carnegie-Mellon-Universität gegen den Chiphersteller Marvell zugunsten der Universität entschieden.

Ein Geschworenengericht in Pittsburgh hat in einem Patentprozess der Carnegie-Mellon-Universität gegen den Chiphersteller Marvell zugunsten der Universität entschieden. Marvell hat nach dem Urteil der Geschworenen Patente der Universität im Zusammenhang mit dem Einsatz von Harddisks in PCs und Servern verletzt. Der Chiphersteller soll der Universität deshalb 1,17 Milliarden Dollar bezahlen. Da die Geschworenen zudem glauben, dass Marvell die Patente in vollem Bewusstsein verletzt hat, könnte der Richter die Strafe auch noch heraufsetzen. Marvell hat bereits seine Absicht angekündigt, in die Berufung zu gehen.
Für Marvell wäre eine Busse in deiser Grössenordnung ein harter Schlag. Der Chiphersteller machte zuletzt eine Jahresumsatz von rund 3,4 Milliarden Dollar, seine Cashreserve beträgt etwa 2 Milliarden Dollar.
Laut 'Wall Street Journal' wäre dies die dritthöchste Strafe, die je in einem Patentprozess ausgepsrochen wurde. Zudem dürfte es das erste Mal sein, dass kein Technologie- oder Patentverwertungsunternehmen sondern eine Universität eine solche Summe einstreichen könnte. (hjm)

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