10'000 Kühe betreiben ein Rechenzentrum

19. Mai 2010, 13:04
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Zumindest könnten sie die Energie dafür liefern, sagen HP-Forscher.

Zumindest könnten sie die Energie dafür liefern, sagen HP-Forscher.
Längerfristig denkende IT-Konzerne befürchten zunehmend, dass in wenigen Jahren vor allem Energienachschubprobleme die weitere Verbreitung von Rechenzentren einschränken könnte, in Industrieländern wegen Imageproblemen – Stichwort Klimawandel – und in strukturschwachen Ländern, weil die Elektrizität schlicht nicht vorhanden ist.
Auch IT-Konzerne engagieren sich daher zunehmend in der Forschung und Entwicklung von alternativen Energiequellen. Forscher von HP präsentieren heute beispielsweise an der "ASME International Conference on Energy Sustainability" in Phoenix eine ihrer neuen Ideen, wie 'News.com' berichtet.
Rund 10'000 durchschnittliche Milchkühe, so haben die HP-Leute berechnet, könnten - auf dem kleinen Umweg Gras, Magen, Fladen, Biogasanlage, Generator – ein Rechenzentrum mit einem Megawatt Strombedarf mit Elektrizität versorgen. Damit dies funktioniert, müsste die Milchfarm – auch geografisch – eng mit dem Rechenzentrum gekoppelt sein. Um die Effizienz der Energierzeugung zu erhöhen, würde beispielsweise Abwärme sowohl aus den Generatoren als auch dem RZ verwendet, um ihrerseits die Biogasanlage zu beheizen.
Geignete Farmen gebe es bereits, argumentiert Chandrakant Patel, einer der HP-Forscher. Manche würden bereits Biogasanlagen betreiben und das dort entstehende Methan für andere Zwecke nützen. "Warum also nicht auch an diese Möglichkeit denken, wenn man sich nach einer Örtlichkeit für ein Rechenzentrum umsieht." (hjm)

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