10 Tage nach dem Angriff: Swiss Cloud Computing wieder teilweise down

7. Mai 2021 um 15:03
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Die Systeme seien von der Malware bereinigt und zwischenzeitlich gelaufen, heisst es vom Cloudprovider. Nun kämpft er mit Problemen der Infrastruktur.

Swiss Cloud Computing stolpert von einem Problem ins nächste: Nachdem eine Ransomware den Cloud-Provider am 27. April lahmgelegt hatte, kämpft die Firma nun mit einer Störung in der Infrastruktur. Auf Anfrage erklärt Mediensprecher Bernhard Schmid, dass man ab Dienstag, dem 4. Mai sukzessive Services für die Kunden aufgeschaltet habe. Am Donnerstag sei dann das ganze System wieder im Betrieb gewesen, bereits in der Nacht auf Freitag seien aber aufgrund von Hardware-Problemen verschiedene Systeme erneut ausgefallen.
Unter dem Strich sind also mindestens Teile des Systems seit 10 Tagen nicht funktionsfähig. Derzeit könnten aber etwa die Hälfte der Kunden normal arbeiten, betont Schmid, weitere würden sukzessive dazu kommen. Sage, ein grosser Kunde von Swiss Cloud Computing, hatte am 6. Mai mitgeteilt, dass die Cloud-lösungen wieder verfügbar seien. Derzeit sind auf der Statusseite drei der sieben Cloud-Dienste allerdings mit "Degraded Performance" gekennzeichnet. Die Dienste laufen, Kunden hätten aber teilweise verzögerten Zugriff, heisst es vom Business-Software-Anbieter auf Nachfrage.
Das aktuelle Problem würde in keinem direkten Zusammenhang mit dem Cyberangriff stehen, betont man seitens Swiss Cloud Computing. Die Systeme seien vollständig von der Malware befreit und zwischenzeitlich normal gelaufen. Am Donnerstag seien aufgrund der hohen Zugriffszahlen und Datenvolumina die Reaktionszeiten verzögert gewesen. Dann sei es aufgrund des zusätzlichen Datenverkehrs beim Hochfahren zu Instabilitäten der hyperkonvergenten Infrastruktur gekommen, was zu Ausfällen geführt habe.
Man arbeite mit Hochdruck an der Behebung der Störung, heisst es auf der Status-Seite von Swiss Cloud Computing. Das nächste Update zur Situation wird auf morgen Mittag in Aussicht gestellt. Das Wochenende mit den niedrigeren Zugriffszahlen könnte bei der Behebung der Störung helfen, hofft man beim Unternehmen.

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