100-Dollar-Laptop auch für "Reiche": Zwei kaufen, einen spenden

11. Januar 2007, 09:09
  • international
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Kein Vertrieb in den reichen Ländern der Welt, aber ein Buy1Pay2-Modell um Kinder in Entwicklungsländern mit dem Minicomputer auszustatten.

Kein Vertrieb in den reichen Ländern der Welt, aber ein Buy1Pay2-Modell um Kinder in Entwicklungsländern mit dem Minicomputer auszustatten.
Anders, als in ersten, auf einem inzwischen geänderten Bericht von BBC News basierenden Nachrichten gemeldet wurde, wird der 100-Dollar-Laptop der One Laptop Per Child Organisation (OLPC) in den wohlhabenden Ländern der Welt nicht verkauft. Oder genauer, es wird keinen Vertrieb geben, sondern die Organisatoren planen in Zusammenarbeit mit ebay ein Sponsoring-Modell. Voraussichtlich ab 2008 soll es den inzwischen XO getauften Minirechner über die Verkaufsplattform zum doppelten Preis geben. Jeder Käufer sponsert dadurch direkt ein Kind in den Projektländern und hilft der Organisation ihr ambitioniertes Ziel zu erreichen.
Neben der Frage einer kostengünstigen Logistik in der ersten Welt sind aber auch noch anderer Überlegungen in diesem Zusammenhang noch ungeklärt. So darf die Idee, die Email-Daten des Empfängerkindes an den Sponsor weiter zu geben, getrost als nett gemeint aber weltfremd bezeichnet werden. So einfach sollte man es Pädophilen dann doch nicht machen, als reicher Onkel aus dem reichen wo-auch-immer aufzutreten.
Ansonsten ist der OLPC-Rechner aber auf einem guten Weg. Quanta hat das Rennen als Hersteller gemacht und die neu Bedienoberfläche Sugar ist zwar auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber für nicht von Windows oder Linux voreingenommen Anwender durchaus eingängig. Aktuell wird noch nach einer anderen Lösung für die berühmte Kurbel gesucht, mit der der Mini-Laptop von der Stromversorgung unabhängig gemacht wird. Eine Endgültige Entscheidung darüber ist allerdings noch nicht gefallen. (tm)

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