200 Millionen Franken für Berner IT genehmigt

21. November 2016, 15:45
  • e-government
  • bern
  • kanton
  • it-strategie
image

Berns Grosser Rat hat am Montag innert weniger Minuten nicht weniger als 222,8 Millionen Franken für verschiedene Informatik-Bedürfnisse der Kantonsverwaltung genehmigt.

Berns Grosser Rat hat am Montag innert weniger Minuten nicht weniger als 222,8 Millionen Franken für verschiedene Informatik-Bedürfnisse der Kantonsverwaltung genehmigt.
Allein für die Wartung und Weiterentwicklung von Applikationen in der Finanzdirektion sprach er 94,6 Millionen Franken. Dieses Geld wird in den Jahren 2017 bis 2020 fliessen. Die Fach- und Konzernapplikationen der Finanzdirektion bildeten "das technische Rückgrat für praktisch sämtliche Geschäftsprozesse der Kantonsverwaltung", schrieb der Regierungsrat zu diesem Rahmenkredit dem Grossen Rat.
66,4 Millionen Franken werden für Produkte und Dienstleistungen des kantonalen Amts für Informatik und Organisation (KAIO) ausgegeben. Dessen Leistungen ermöglichten der Kantonsverwaltung, ihre Aufgaben zu erfüllen, schreibt die Regierung. Bei diesen 66,4 Millionen Franken handelt es sich um einen Kredit für das Jahr 2017.
Weitere 36 Millionen Franken bewilligte der Grosse Rat für die Beschaffung von Microsoft-Lizenzen. Erst wenn der Kanton Bern die in der ICT-Strategie vorgesehene Zentralisierung, wie der Regierungsrat in seinem Vortrag an den Grossen Rat schreibt.
Damit der Kanton Bern diese ICT-Strategie 2016 bis 2020 umsetzen kann, bewilligte der Grosse Rat 17,3 Millionen Franken. Die Strategie soll sicherstellen, dass nebst den sieben Direktionen der Kantonsverwaltung auch die Staatskanzlei, die Gerichtsbehörden und die Staatsanwaltschaft über eine effiziente und sichere ICT verfügen.
94,6 plus 66,4 plus 36 plus 17,3 Millionen Franken ergeben 214,3 Millionen: Es fehlen also noch 8,5 Millionen Franken, um auf den eingangs erwähnten Betrag von 222,8 Millionen Franken zu kommen. Dieses Geld fliesst – bis ins Jahr 2019 – in ein ERP-Projekt. Sobald dieses umgesetzt ist, kann der Kanton Bern nach Angaben des Regierungsrats seine Supportprozesse wesentlich einfacher und effizienter ausführen. Die Kantonsregierung geht dann von jährlichen Einsparungen von rund 15 Millionen Franken aus.
Das Berner Kantonsparlament genehmigte die fünf (Rahmen-)Kredite viermal ohne Gegenstimmen und einmal mit vier. Bis zu 24 Grossratsmitglieder enthielten sich der Stimme. Alle Beschlüsse des Grossen Rats unterliegen dem fakultativen Finanzreferendum. (sda/kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

Datenschützer äussern harsche Kritik an Cloud-Entscheiden von Behörden

Die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten (Privatim) fordert: Kein Freipass für Microsoft 365.

publiziert am 30.9.2022
image

ALV braucht IT-Know-how für bis zu 55 Millionen Franken

In 8 Arbeitsgebieten sucht das Seco Digitalisierungs-Knowhow für die RAVs und die Arbeitslosenversicherung.

publiziert am 30.9.2022
image

Palantir übernimmt 230-Millionen-Auftrag, um US-Drohnen effizienter zu machen

Der opake Datenanalyse-Konzern des rechtslibertären Milliardärs Peter Thiel gibt auch in Europa wieder zu Reden. CEO Alex Karp inszeniert sich als kritischer Geist.

publiziert am 30.9.2022