200 Millionen Yahoo-Adressen kosten 1600 Franken

3. August 2016, 15:10
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Ein bekannter Hacker bot am Montag auf dem Darknet-Handelsplatz "The Real Deal" eine riesige Zahl von E-Mail-Adressen von Yahoo für drei Bitcoins an.

Ein bekannter Hacker bot am Montag auf dem Darknet-Handelsplatz "The Real Deal" eine riesige Zahl von E-Mail-Adressen von Yahoo für drei Bitcoins an. Dies berichtete am 1. August die Newsseite 'Motherboard', die zu 'Vice' gehört.
Der Anbieter ist unter dem Pseudonym "Peace" bekannt. Er soll bereits Login-Daten von LinkedIn und MySpace verkauft haben. Die Online-Zeitschrift hat Kontakt mit "Peace" aufgenommen, der ihr offenbar ein Muster der Datensammlung zu Verfügung gestellt hat. In dem Muster gab es rund 5000 Datensätze mit E-Mail-Adresse, verschlüsselten Passwörtern, Geburtsdaten und manchmal auch Backup-E-Mail-Adressen. 'Motherboard' probierte rund 100 der 5000 Adressen aus, viele davon waren nicht mehr gültig. "Peace" schrieb der Zeitung, sie stammten ungefähr aus dem Jahr 2012.
Yahoo sagte gegenüber 'Motherboard', die Behauptung von "Peace" seien der Firma bekannt. Man untersuche den Fall. Yahoo empfehle seinen Usern, die sicherere Anmeldungslösung "Yahoo Account Key" anstelle von Username-PW zu benützen.
Drei Bitcoins waren am Freitag noch rund 1900 Franken wert. Der Kurs der digitalen Währung stürzte gestern aber ab, weil eine Bitcoin-Börse den Betrieb einstellen musste, nachdem ein massiver Diebstahl bekannt wurde. Heute sind drei Bitcoins nur noch rund 1600 Franken wert. (hc)

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