215 Jahre Gefängnis für Finanzmanipulateure gefordert

13. Juni 2005, 10:25
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In den USA werden die Strafandrohungen gegen Manager, die in den Zeiten des IT- und Technologiehypes in Finanz- und Börsenmanipulationen verwickelt waren, immer höher.

In den USA werden die Strafandrohungen gegen Manager, die in den Zeiten des IT- und Technologiehypes in Finanz- und Börsenmanipulationen verwickelt waren, immer höher. Im jüngsten Fall fordern nun die Staatsanwälte für verschiedene Vergehen zusammengezählt 215 Jahre Gefängnis für den Gründer des Kabelnetzbertreibers Adelphia, John Rigas, und dessen Sohn Timothy Rigas. Die beiden wurden im letzten Sommer vor Gericht für schuldig befunden, die Buchhaltung ihres Unternehmens manipuliert und Gelder unterschlagen zu haben. Nun muss das Gericht noch die Strafe bestimmen.
Realistischerweise, so berichtet das "Wall Street Journal" aufgrund von Einschätzungen von Experten, könnte der Richter eine Strafe von 20 Jahren aussprechen – im Falle des 80 Jahre alten John Rigas käme dies wohl einer lebenslänglichen Strafe gleich.
Auch im Falle des Ex-MCI-CEOs Bernie Ebbers könnte das Strafmass drastisch werden: Wie seine Anwälte berichten, ist in einem Vorbericht des Gerichts von einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe die Rede.
Die dicken Knüppel, welche die Staatsanwälte auspacken, dürften auch zur Folge haben, dass die in aussergerichtlichen Vergleichen von beschuldigten Ex-Managern bezahlten Summen immer höher werden (müssen). (hjm)

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