29 Millionen: IGS vergibt Grossauftrag an BTC Schweiz

11. Juni 2018, 14:47
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Die hiesige Filiale des deutschen Unternehmens BTC liefert für den in St.

Die hiesige Filiale des deutschen Unternehmens BTC liefert für den in St. Gallen ansässigen IT-Dienstleister der Sozialversicherungen für fünf Jahre das ECM-System (Enterprise Content Management). Der Auftrag ist knapp 28,8 Millionen Franken schwer, wie dem Zuschlag zu entnehmen ist. Er umfasst die Module Workflow-Management-System (WfMS), Dokumentenmanagementsystem (DMS) und Inputmanagement (Capture). Zusammengeführt werden damit Systeme der Informatikgesellschaft für Sozialversicherungen (IGS) und des Vereins GILAI, der die Informatik der Ausgleichskassen und der Invalidenversicherung verantwortet. Beide Institutionen versorgen 20 Kantone und Lichtenstein.
Die IGS fungiert als Hauptauftraggeberin und ausschreibende Vergabestelle. Gesucht wurde laut Ausschreibung ein Generalunternehmen, das die beiden IT-Pools der jeweils unterschiedlichen ECM-Systeme von IGS und GILAI in eine neue gemeinsame Lösung überführen kann. Vorgegeben war, auf Standardprodukten eine schlüsselfertig Lösung zu liefern und die Daten aus den bestehenden ECM-Lösungen zu migrieren.
Nach einer Präqualifizierung im Frühling 2017 folgte im September die Projektausschreibung. Darauf waren zwei Angebote eingegangen, der Name des zweiten Anbieters war nicht zu erfahren. Gegenüber inside-channels.ch erklärt Thomas Hoffmann, Co-Geschäftsführer von BTC Schweiz, dass in die Jahre gekommene Altsysteme abgelöst werden. BTC werde in den nächsten etwa drei Jahren eine Lösung realisieren, die fürs DMS auf die Filenet-P8-Plattform von IBM zurückgreife und die Scan-Software Kofax nutze sowie im Workflow- und Case-Management auf Tibco setze.
Die Realisierungs- und Rolloutphase werde bis 2023 dauern. Ursprünglich sollte sie schon ab April 2018 starten. Laut Hoffmann werde sie nun aber im Oktober beginnen. In rund drei Jahren soll der Pilot abgeschlossen sein. So dass ab dann für fünf Jahre auch Wartung und Support für das System geliefert werde. Beides, Realisierung und Support, seien im Auftragsvolumen enthalten, so Hoffmann weiter. Derzeit laufen noch die Verhandlungen über die letzten Vertragsdetails. (vri)

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