3-Milliarden-Deal: Zurich Financial erweitert CSC-Outsourcing

26. November 2009, 16:14
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Es ist der grösste Schweizer IT-Outsourcing-Deal seit Jahren. Insgesamt wechseln 1000 Personen den Arbeitgeber.

Es ist der grösste Schweizer IT-Outsourcing-Deal seit Jahren. Insgesamt wechseln 1000 Personen den Arbeitgeber.
Die Verhandlungen zwischen dem US-Outsourcer CSC und dem Versicherungskonzern Zurich Financial Services (ZFS) haben gefruchtet. Nachdem CSC Ende September mitgeteilt hatte, dass über einen neuen Outsourcing-Vertrag mit einem potenziellen Volumen von 2,4 Milliarden Dollar verhandelt werde, geben die beiden Parteien nun bekannt: Der Vertrag ist unterzeichnet worden und hat ein Volumen von bis zu 2,9 Milliarden Dollar.
Es ist ohne Zweifel der umsatzmässig grösste Schweizer IT-Outsourcing-Deal seit Jahren, wenn man die Telekom-Deals nicht mitzählt. Allerdings ist auch die Laufzeit mit über zehn Jahren ungewöhnlich lang.
RZ-Zentralisierung
Das zehneinhalbjährige "Master Service Agreement" umfasst Managed Services im Rechenzentrums- und IT-Infrastrukturbereich in Europa und Nordamerika. Da noch die diversen länderspezifischen Verträge abgeschlossen werden sollen, kann man noch nicht exakt sagen, wie gross das Volumen schlussendlich sein wird. Der Rahmenvertrag tritt in Kraft, sobald der erste länderspezifische Vertrag unterzeichnet ist.
Der Kontrakt umfasst die globale Zusammenlegung von Rechenzentren sowie die Server-Virtualisierung. Die Services sollen in der ersten Hälfte des kommenden Jahres beginnen. Im Rahmen des Deals werden im ersten Semester des kommenden Jahres zirka 1000 Angestellte von ZFS zu CSC wechseln. Zurzeit ist noch nicht bekannt, wie viele ZFS-Angestellte aus der Schweiz vom Wechsel betroffen sind. Auf jeden Fall sollen sie eine zwölfmonatige Jobgarantie erhalten.
CSC und ZFS arbeiten bereits seit Juli 2004 zusammen. Damals unterzeichneten die beiden Firmen einen siebenjährigen Vertrag im Wert von 1,3 Milliarden Dollar. Dabei ging es um Application-Outsourcing. Im Mai 2008 kamen Desktop-Services in Europa und Nordamerika hinzu. (Maurizio Minetti)

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