3D-Printermarkt harzt

3. September 2015, 15:34
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Laut einer Analyse des britischen Marktforschers Context hat sich das Wachstum im globalen 3D-Printer-Markt im zweiten Quartal 2015 stark abgeschwächt.

Laut einer Analyse des britischen Marktforschers Context hat sich das Wachstum im globalen 3D-Printer-Markt im zweiten Quartal 2015 stark abgeschwächt. Im Segment der Desktop-3D-Printer beziehungswese 3D-Printern für den persönlichen Einsatz sei der Umsatz verglichen mit dem zweiten Quartal 2014 zwar um 25 Prozent gewachsen. In den Quartalen zuvor lagen die Wachstumsraten aber noch bei 90 Prozent und das zweite Quartal war das erste überhaupt, in dem der Umsatz verglichen mit dem Vorquartal zurückging.
Die Marktanteile der Hersteller sind in diesem sehr jungen Markt noch äusserst wechselhaft, so Context. Am erfolgreichsten sei in den letzten Monaten der taiwanische Anbieter XYZPrinting gewesen, der gegenwärtig die Rangliste anführt. Ein starkes Quartal habe auch der chinesische Hersteller Shining3D hinter sich.
Zum Markt für professionelle und industrielle 3D-Printer nennt Context keine Wachstumszahlen. Laut dem Marktforscher haben aber die bekanntesten Hersteller in diesem Segment, Stratasys und 3D Systems, zuletzt enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt. Wie sich die Nachfrage im professionellen Bereich entwickeln werde, sei schwer vorherzusagen, so Context. Trotzdem glauben die Briten, dass die Marktschwäche vorübergehend sein wird. Ein Grund dafür sei, dass die Technologie in den letzten Jahren übertrieben "gehyped" worden sei. Dies habe dazu geführt, dass viele Unternehmen 3D-Printer eingekauft haben und diese Kapazitäten nun erst verdauen müssen.
Vor allem auf das Segment der Desktop-3D-Printer gemünzt erklärt Context zudem, dass der reine Umsatz nicht das einzige Indiz sein sollte, anhand dessen man die Nachfrage und das Interesse abschätzen sollte. Context sieht zum Beispiel sehr positive Signale aus der Crowdfunding-Szene. Ein Unternehmen namens TIKO, dessen Printerchen nur gerade 179 Dollar kosten, habe über Crowdsourcing-Plattformen über 16'000 dieser Geräte absetzen können und damit knapp 3 Millionen Dollar eingenommen. Die Crowdfunder konnten sich auch für den 3D-Printer FLUX all-in-one (499 Dollar, Einnahmen 1,6 Millionen Dollar) und das etwas teurere Gerät BoXYZ (1399 Dollar, Einnahmen 1,1 Millionen Dollar) begeistern. (hjm)

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