400 Ideen für eZürich

24. November 2010, 10:57
  • politik & wirtschaft
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Die digitale Zukunft der Stadt regt die Fantasie an.

Die digitale Zukunft der Stadt regt die Fantasie an.
Die Stadtkanzlei Zürich zieht heute eine sehr positive Zwischenbilanz zum vor drei Wochen gestarteten Ideenwettbewerb zur digitalen Zukunft der "Informatik-Pionierstadt" Zürich.
Die Online-Plattform www.ezuerich.ch. Laut der Stadtkanzlei ist nun zudem eine Änderung des Userverhaltens beobachtbar. Während in der ersten Woche hauptsächlich neue Ideen eingebracht wurden, zeichne sich mittlerweile eine Verschiebung zugunsten der Kommentierung und Bewertung der bestehenden Ideen ab.
Viele Ideen seien gut durchdacht, so die Stadtkanzlei, und würden teilweise sogar gleich mit einem Umsetzungskonzept eingereicht. Positiv sei auch, dass es kaum unsachliche oder beleidigende Einträge gebe – keineswegs eine Selbstverständlichkeit im Internet. Auf einer Online-Ideenplattform der (früheren) englischen Regierung, die Anfang dieses Jahres lanciert worden war und schnell wieder abgeschaltet wurde, gingen beispielsweise sachliche Einträge in einer Flut von rassistischen, sexistischen oder schlicht sinnlosen "Ideen" und Stänkereien fast völlig unter.
Die Ideen auf "eZürich" sind äusserst vielgestaltig, es gibt aber Tendenzen. Viele drehen sich darum, ICT vermehrt als öffentlichen Service anzubieten, vom "einfachen" Gratis-WLAN für die Stadt über Computer-Support bis zum Gratis-WLAN, Gratis-Internet, Gratis-Netbook und eigentlich alles gratis für alle. Viele Ideen gibt es auch zum Bereich Kommunikationsplattformen oder zum Bereich Verkehr, wie ein Online-Service, über den die User spontanes "Hop-on, Hop-off"-Carsharing organisieren könnten. Manche Ideen sind schwer einschätzbar, beispielsweise, ob "Silikon Lake" wirklich ein guter Slogan wäre oder ob digitale Infosäulen im "eFriedhof" beim Publikum ankommen würden. Bei anderen sind dagegen sowohl Nutzen als auch Kosten klar, wie bei einem eigenen Computer für Celine, deren Mutter den gemeinsamen PC zu oft besetzt.
Der Ideenwettbewerb läuft noch bis zum 12. Dezember. Danach werden die Ideen ausgewertet und evaluiert. Die besten davon sollen im Grobkonzept und der konkreten Ausgestaltung der eZürich-Projekte berücksichtigt werden. Die drei bestbewerteten Ideen können zudem im Januar 2011 an einer Veranstaltung vor einem renommierten ICT-Fachpublikum präsentiert werden. (Hans Jörg Maron)

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