5G: Erste Konsulation zur Frequenz-Vergabe startet heute

31. Mai 2017, 12:24
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Um 5G in der Schweiz einführen und nützen zu können, sollen neu die Mobil-Frequenzbänder 700 MHz, 1400 MHz und 3400 bis 3800 MHz vergeben werden.

Um 5G in der Schweiz einführen und nützen zu können, sollen neu die Mobil-Frequenzbänder 700 MHz, 1400 MHz und 3400 bis 3800 MHz vergeben werden. Als Kickoff der Vorbereitungen für die Vergabe der neuen Frequenzen sucht nun das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) Input von Interessierten.
Speziell gefragt sind die Meinungen der wichtigsten Akteure, ob Mobilfunkanbieter, Systemhersteller, Verband oder Kanton. Im gleichen Zeitraum werden mündliche Anhörungen mit Salt, Sunrise, Swisscom und UPC durchgeführt.
Zu den offenen Punkten gehört beispielsweise die Frage, ob im 700 MHz-Bereich ein Teil einem "Public Safety-IMT" zugeteilt werden soll. Angedacht ist konkret ein IMT-Netz für die Erfüllung von Aufgaben der öffentlichen Sicherheit für Polizei und vergleichbare Institutionen.
Im Bereich 3400 bis 3600 MHz ist noch nicht entschieden, wie es mit regionalen Konzessionen für drahtlose Breitbandanschlüsse genau weitergehen soll. Zwar gibt es augenblicklich nur eine Konzessionärin, aber dieses Frequenzband ist von zusätzlichem Interesse, weil es laut Bakom schwierig ist, alternative Frequenzbänder für den Einsatz drahtloser Kameras bei Grossanlässen zu finden. Darunter fällt beispielsweise die Tour de Suisse.
Diese Beispiele lassen denn erahnen, was die eher trockene Frequenz-Materie künftig für die Nutzung von Smartphones, Tablets und IoT-Devices heissen könnte. Geht alles nach dem aktuellen Fahrplan, so können die neuen Frequenzen ab 2019 genutzt werden.
2012 wurden letztmals Mobilfunkfrequenzen vergeben, damals im Rahmen einer Auktion.
Die aktuelle Konsultation führt das Bakom im Auftrag der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) durch; sie dauert vom 31. Mai bis am 31. Juli 2017. (mag)

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