6,8 GHz, 1 TB RAM: Real existierendes Quanten-Notebook?

9. September 2005, 10:21
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    Windows abgestürzt? Dann müssen Sie halt mit dem Hyperspanner den Positronenfluss im inversen Subraum justieren, Mr. Scott.

    Windows abgestürzt? Dann müssen Sie halt mit dem Hyperspanner den Positronenfluss im inversen Subraum justieren, Mr. Scott.
    Genau wie der 'Register' durch den wir auf diese Geschichte gestossen sind, wissen auch wir nicht recht, was davon zu halten ist. Scherz, Hochstapelei oder Realität?: In der Ausstellerliste für die CES 2006, die vom 5. bis 8. Januar in Las Vegas stattfinden soll, findet man einen erstaunlichen Eintrag. Eine Firma namens Atom Chip Corporation will dort sein "Wireless super Notebook" – für Heimanwender! – namens "AtomChip SG220-2" zeigen. Die Produktbeschreibung: Ein "Quantum II"-Prozessor mit 6,8 GHz, 1 Terabyte "QuantumOptical Non-Volatile RAM" und als Harddiskersatz 2 TB "Quantum Storage[ATA-IDE]." Kosten soll das Ganze zwischen 8000 und 15000 Dollar.
    Der Eintrag in der CES-Ausstellerliste ist offiziell. Ein Besuch auf der Website der Firma verunsichert allerdings eher. Es wimmelt von unscharfen Fotos von Techies und etwas zweifelhaft aussehenden Produkten – das "non-volatile Quantum-Optical RAM" zum Beispiel erinnert, zumindest in der 24GB-Ausführung, fatal an einen kommunen Bananenstecker.
    Auch die Beschreibungen lassen einen relativ ratlos zurück. Die quantenoptische Technologie, die Atom-Chip verwende, heisst es da, basiere auf der Entdeckung eines magnetischen quantenoptischen Phänomens in porösem Silizium, das nach seinem Entdecker den Namen "Gendlin-Effekt" erhielt. Durch die Weiterentwicklung dieser Technologie sei es gelungen, 128 Megabyte Speicherkapazität auf einem Quadratmillimeter unterzubringen. Ein Kubikmillimeter "NvIOpSRAM" könne 3,2 Gigabyte Daten speichern.
    Spatial Light Modulator und Transform Lens
    Und wie funktioniert das? Hier die Originalberschreibung: ~~"Beam splitter divides a laser beam to reference and object beams. Then spatial light modulator imposes the image of data to be stored onto an object beam, and through a transform lens focuses interference figure (of the image) from object and reference beams onto an area 1µm in diameter in a particular region in the recording media. In order to record information to a recording media an electromagnetic field is formed, which allows to fix the light interference figure (of the image) to be fixed on the focused area. In order to record numerous words onto the same area, the angle where the reference beam crosses the object beam is changed. This is done using the invented ultra-high speed optoelectronic mirror.
    The data is retrieved by disconnecting the object beam and allowing only the reference beam with necessary angle of multiplex transformation to pass through the recording media. The source of the electromagnetic field in the recording media is also disconnected, being needed only during the recording of information. Light image from the recording media is projected onto a matrix decoder where optical display is transformed into digital electrical signals."~~
    Nun, dem Verfasser dieses Artikels sagt das ehrlich gesagt nicht viel, aber anscheinend wird die Basistechnologie von einem existierenden US-Patent geschützt.
    Wer weiss, vielleicht beginnt an der CES 2006 ja tatsächlich die Zukunft der Heimcomputerei. (Hans Jörg Maron)

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